Niederwerrn

Mehr "Bio" auch dank Birnen-Cidre?

Es sind nicht nur Weihnachtsmärkte, die derzeit florieren: Die Nachfrage nach Bio-Produkten boomt auch unterm Jahr. Vor der neuen grünen Mooswand des Sitzungssaals beschloss der Gemeinderat, das Management der "Ökomodellregion Oberes Werntal" weitere drei Jahre lang mitzutragen. 2015 hat sich die Interkommunale Allianz an einem Wettbewerb des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beteiligt. Das Obere Werntal wurde eine von zwölf  Ökomodellregionen (ÖMR) des Freistaats: Ziel ist es, bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und den ländlichen Raum zu stärken.

Niederwerrn rechnet als "Verlängerer" mit einer sinkenden Förderung von 60, 40 und 20 Prozent pro Jahr. Mussten in der letzten Periode 9500 Euro beigesteuert werden, steigt der Eigenanteil laut Bürgermeisterin Bettina Bärmann um 8300 Euro. ÖMR-Managerin Anna-Katharina Paar präsentierte den Überblick: Aktuell gibt es bereits 27 Ökomodellregionen im Freistaat. Bis 2030 sollen 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen deutschlandweit auf "Öko" umgestellt werden, in Bayern 30 Prozent. Paar berichtete von einem besonders hohen Anteil an Öko-Flächen an der oberen Wern: 4140 Hektar oder 20,7 Prozent (im bayernweiten Vergleich sind es zehn, bundesweit 8,9 Prozent). Derzeit gibt es 60 Öko-Landwirte, ein Anteil von 14,8 Prozent (in ganz Bayern sind es etwa 10, im Bund 11,7 Prozent). Die Zahl der Betriebe ist seit 2016 um 18 gestiegen, entgegen dem Trend bei den "Konventionellen". 33 "Ackerwildkräuter" wachsen auf den heimischen Feldern, fünf stehen als bedrohte Arten auf der Roten Liste.

Neben Erfahrungsaustausch, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich die Modellregion vor allem die Förderung von Streuobst auf die Fahne geschrieben. Es gab zehn Bio- und Regionalmärkte. In naher Zukunft soll es verstärkt um Bio-Verpflegung und Bewussteinsbildung gehen, um Biodiversität und dem Abschluss des Streuobst-Projekts. Es seien  "leise Themen", so Paar, aber mit Schwung dahinter. Gemeinderat Thomas Wohlfahrt warb für einen Markt für Bioprodukte in der künftigen "Neuen Mitte" Niederwerrns – und erinnerte an den beliebten Birnen-Cidre aus der normannischen Partnergemeinde Ifs. Bürgermeisterin Bettina Bärmann berichtete, dass die Herstellung im Werntal schon angedacht ist.

Der zweistufige Kirchenaufgang neben dem barrierefreien Zugang zum Friedhof Oberwerrrn erhält ein Geländer (für knapp 988 Euro). Geschätzt 2000 Euro fließen in die Planung fürs pädagogische Kiga-Mobiliar des "Haus des Kindes": die Fachfirma Kameleon soll das Raumkonzept erstellen. Festgestellt wurden die Jahresrechnungen 2016 und 2017, mit Entlastung der Verwaltung. Wolf-Dietrich Lang wünschte sich als Leiter des Rechnungsprüfungs-Ausschusses eine Art "Frühwarnsystem" für den Gemeinderat, um Investitionsstau beim Gebäude-Unterhalt vorzubeugen.

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