Schweinfurt

Mehr Blumen in der Stadt und kein Kies mehr am Wasserturm

Manchmal geht es bei den Haushaltsberatungen auch nur um kleine Maßnahmen, die den Bürgern auf den Nägeln brennen. Was CSU, Linken und proschweinfurt aufgefallen ist.
Die Treppenanlage am Wasserturm im Stadtteil Bergl ist immer wieder voll mit Kies der umliegenden Wege, was für Senioren schwierig ist. Deshalb soll nun außen herum gepflastert werden. Foto: Fuchs-Mauder

Den Menschen vor Ort das Leben leichter machen, diesen Satz hört man nur wenige Monate vor der Kommunalwahl von allen im Schweinfurter Stadtrat vertretenen Parteien. Und mutmaßlich hören die Wähler es auch gerne. Bei den Haushaltsberatungen gab es eine ganze Reihe von "kleinen" Anträgen, den Bürgern das Leben leichter zu machen.

Deren vier hatte die CSU auf Lager, sie alle wurden einstimmig genehmigt. Die Verwaltung sagte zu, zu prüfen, welche Spielplätze im Stadtgebiet sie barrierefrei umbauen kann, damit auch behinderte Kinder, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind, dort spielen können. Baureferent Ralf Brettin erklärte, beim Neubau achte man auf entsprechende Spielgeräte, man prüfe nun, was man umbauen kann. Den Hinweis von Linken-Stadtrat Sinan Öztürk, den Behindertenbeirat mit einzubinden, nehme man auf.

Regelrecht erblühen wird die Schweinfurter Innenstadt im kommenden Jahr. Auf Initiative des neuen Citymanagers Thomas Herrmann gab es in diesem Jahr im Sommer bereits in der Spitalstraße und Rückertstraße Blumenampeln, 2020 soll die Blütenpracht in zehn weiteren Straßen und Plätzen zu sehen sein. Dafür wurden zusätzliche Mittel von 18 500 Euro genehmigt. Im Rahmen des Neubaus des Kinder- und Jugendtreffs an der Albert-Schweitzer-Schule im Stadtteil Bergl soll dort auch der Wasserspielplatz, laut CSU-Rätin Renate Walz "in einem erbärmlichen Zustand", in Angriff genommen werden. Baureferent Ralf Brettin betonte, man habe das ohnehin geplant, die von der CSU beantragten Mittel von 40 000 Euro benötige man nicht.

Wege rund um den Wasserturm am Bergl werden gepflastert

Eine Pflasterung sollen die Wege rund um den Wasserturm am Bergl bekommen. Renate Walz hatte beanstandet, dass der Kies, der jetzt auf den Wegen liegt, immer wieder von Besuchern auf den Treppenstufen verteilt werde, was ein Sicherheitsrisiko für ältere Mitbürger sei. Außerdem sei das Befahren mit Rollatoren und Rollstühlen erschwert. Die Stadt plant nun, den Bereich zu pflastern.

Keine Veränderung gibt es an der Treppenanlage Georg-Schwarz-Straße/Galgenleite. Proschweinfurt-Stadträtin Christiane Michal-Zaiser hatte einen Umbau beantragt, da die Treppenanlage von Familien sowie Senioren genutzt werde, relativ steil sei und nicht behindertengerecht. Die Bauverwaltung lehnt das aber ab, da es aufgrund der Topografie nicht möglich sei, einen echten behindertengerechten Ausbau zu realisieren. Würde man an der Treppe arbeiten, entstünde "Scheinsicherheit", so Ralf Brettin, der darauf verwies, dass es einige solcher Anlagen in der Stadt gebe.

Die Stadt hat rund 25 000 Bäume in ihrem Besitz, die gerade in den Hitzesommern mit großem Aufwand gegossen werden. Foto: Gerd Landgraf

Das Thema Baum-Patenschaften gerade in den Hitzesommern in Schweinfurt spielte in einem Antrag der Linken eine Rolle. Stadtgrün-Chef Axel Meffert erklärte, man tue bereits sehr viel zum Erhalt der 25 000 Bäume im städtischen Besitz, unter anderem werden sie mit vier Wasserwagen im Sommer mit bis zu 100 Kubikmeter Wasser pro Tag gegossen. Man müsse sehr intensiv wässern, um bis zu den Wurzeln der Bäume zu kommen, so Meffert. Im kommenden Jahr werde man mit Bodensonden überprüfen, ob die Feuchtigkeit auch in der Tiefe ankommt.

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