Schweinfurt

Mehr Geld fürs Tierheim? Erst Gespräch, dann Beratung

Ulrike Schneider scheitert mit einem Antrag, dem Tierheim Schwebheim die Förderung auf bis zu 90 Cent pro Einwohner zu verdoppeln. Warum der Ordnungsreferent dagegen war.
Das Tierheim in Schwebheim finanziell besser zu unterstützen, forderte Stadträtin Ulrike Schneider. Die Schweinfurter Verwaltung will erst ein Gespräch mit der Tierheimleitung abwarten, bei dem der Bedarf für eine höhere finanzielle Unterstützung nachgewiesen wird. Foto: Anand Anders

Das Tierheim Schwebheim leistet gute Arbeit, darüber waren sich die Stadträte bei den Haushaltsberatungen einig. Doch sollte man dem Tierheimverein, der im Moment von der Stadt Schweinfurt einen Zuschuss von 45 Cent pro Einwohner bekommt, pauschal eine Erhöhung von bis zu 90 Cent pro Einwohner zukommen lassen, wie Ulrike Schneider (Schweinfurter Liste/Freie Wähler) forderte? Nein sagte der Ausschuss und lehnte das Ansinnen in den Haushaltsberatungen mit großer Mehrheit ab.

Schneider erklärte, selbst die 90 Cent pro Einwohner lägen noch unter den Werten mancher Kommunen im Landkreis, die mehr investierten. Ihr sei in Gesprächen mit der Tierheimleitung erklärt worden, dass dringend Bedarf an einer Steigerung herrscht, da die Kosten gestiegen und vor allem immer mehr Tiere zu betreuen seien. „Es sollte für eine gutsituierte Stadt wie Schweinfurt selbstverständlich sein“, untermauerte Schneider ihre Forderung, die Frank Firsching (Linke) unterstützte.

Stadt möchte den konkreten Bedarf nachgewiesen haben

Ordnungsreferent Jan von Lackum betonte, man lasse die Verantwortlichen im Tierheim „natürlich nicht hängen.“ Man habe neben der Förderung pro Einwohner in den vergangenen Jahren auch immer wieder einzelne Projekte bezuschusst. Er plädierte aber dafür, sich durch den Verein erst den konkreten Bedarf nach einer Erhöhung der Zuschüsse nachweisen zu lassen und nicht pauschal darüber zu entscheiden.

Überdies sei der Tierheim-Verein bisher noch nicht mit einer konkreten Forderung auf die Stadt zugegangen, habe auch die Antragsfrist für Zuschüsse vom 31. August verstreichen lassen. Es gebe nun am 21. November einen Gesprächstermin, bestätigte von Lackum, in dem man sich die Sachlage erläutern lasse. „Wir drängen uns nicht auf, um Mehrkosten für Schweinfurt zu erzeugen, sondern müssen warten, was man uns mitteilt, welchen Bedarf es gibt“, so von Lackum. Überdies müsse man mit den Kommunen im Landkreis sich in der Frage der Kostenerstattung abstimmen.

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