SCHWEINFURT

Mehr Wohnungen in Schweinfurt?

Welche Möglichkeiten ergeben sich in Schweinfurt auf der freien Fläche „Bellevue“? Zu diesen Fragen veranstaltete das Bildungswerk für Kommunalpolitik e.V. (BKB) im Auftrag der Freien Wähler/Schweinfurter Liste einen Vortragsabend in der Kolpinggaststätte HandWerk. Als Beauftragter des BKB begrüßte Robert Kremling laut einer Pressemitteilung 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter die Stadträtinnen Dagmar Bebersdorf und Ulrike Schneider.

Die Lage in Bayern

Der Referent, Architekt Albrecht Walther aus Bad Neustadt, gab in seinem Eingangsstatement einen Überblick der Wohnungssituationen in Deutschland und speziell in Bayern. Durch die Gründung der neuen staatlichen Wohnungsbaugesellschaft „BayernHeim“ durch die Staatsregierung sollen bis zum Jahr 2025 500.000 neue Wohnungen in Bayern gebaut werden. Durch die Förderung des Bundes mit mindestens fünf Milliarden Euro bis 2021 sollen über 100.000 Sozialwohnungen mit den Mitteln von Länder und Kommunen realisiert werden.

Was beim sogenannten „Wohngipfel“ in Berlin alles besprochen wurde, sollte zur schnelleren Umsetzung möglichen Bauens dienen. Hierzu müssten jedoch schnellstens neben verbilligte Abgaben öffentlicher Liegenschaften die Novellierung des Baugesetzbuches vorangetrieben werden. Letzteres wird durch die vielfältige Hürden der Bundesgesetzgebung jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen. „Die Wohnungsfrage ist eine zentrale soziale Frage unserer Zeit. Wohlstand für alle setzt eine angemessene Wohnungsversorgung für alle voraus“, so Architekt Walther in seinen Ausführungen.

Geeignetes Projekt in Schweinfurt

Walther ging auf ein Wohnprojekt ein, das sich in Schweinfurt anbietet. „Generationengerechtes Wohnen Bellevue“ nannte er das Modellprojekt für bezahlbares Wohnen in Schweinfurt, dessen Idee zusammen mit dem Seniorenbeirat entwickelt wurde. Das dafür reservierte Grundstück auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne „Askren Manor“ könnte von der Stadt Schweinfurt erworben oder über eine Stiftung gepachtet werden. Durch einen Investorenwettbewerb mit einer sogenannten Konzeptvergabe könne die beste Lösung gefunden werden. Dadurch gäbe es keine Bodenspekulation für das Gelände und es würde die Grundlage für ein mögliches genossenschaftliches Engagement geschaffen.

Architekt Walther stellt sich für das Projekt eine Mischung unterschiedlicher Nutzungen in Form von Mehrgenerationen-Wohnen, einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und einer Tagespflege vor. Vom Seniorenbeirat der Stadt Schweinfurt erklärte Karlheinz Surauf die Ideen des Gremiums, um das Bellevue nach ihren Vorstellungen mitgestalten zu können. Im Januar 2019 soll das Wohnprojekt bei einem Informationstag im Kolpinghaus vorgestellt werden. Dann können sich Interessierte zusammenfinden und das Wohnprojekt als Interessen- und Wohngemeinschaft weiter vorantreiben.

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