SCHWEINFURT

Mindestlohn in der Pflege

Möchte erneut in den Bezirkstag einziehen: Angelika Strobel (Linke) aus Schleerieth. Foto: Linke

Die Verhältnisse in den Einrichtungen des Bezirkes grundlegend verbessern, Missstände aufdecken, Politik mit und für alle Bürger machen und den Menschen ein selbstbestimmtes Leben in Würde und ohne finanzielle Not ermöglichen. So definiert Bezirksrätin Angelika Strobel (Linke) ihr Verständnis von linker Politik auf Bezirksebene. Dafür tritt sie erneut als Direktkandidatin an.

Diese Vorstellungen stehen aus ihrer Sicht nicht im Einklang mit der Privatisierung von Bereichen der örtlichen Daseinsvorsorge. Wo das bereits passiert ist, müsse es eine Rekommunalisierung geben. Die ersten Ansätze bei der Entschärfung der Personalsituation in Bezirkseinrichtungen möchte Strobel fortführen, indem die Arbeit in der Altenpflege, Kliniken und Eingliederungshilfen für behinderte Menschen aufgewertet werde. Mit einem Mindestlohn von 14,50 Euro.

Plädoyer gegen Ausgrenzung

Damit Arbeit nicht krank macht, fordert die Linken-Politikerin, dass der Bezirk Arbeits- und Gesundheitsschutzkosten komplett refinanziert. Und es geht ihr auch um das Ansehen der Opfer des Nationalsozialismus in Heil- und Pflegeanstalten. Angesichts des Rechtsrucks sieht sie es als Aufgabe an, die Erinnerung an diese Menschen wachzuhalten. Sie werde Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung entgegentreten, verspricht sie.

Angelika Strobel ist Rentnerin und lebt in Schleerieth. Sie war vier Jahre lang Kreisvorsitzende der Linken in Schweinfurt. Eine Amtsperiode gehörte sie dem Kreistag an. 2013 schaffte sie als einzige aus ihrer Partei über die Liste den Sprung in den Bezirkstag, für den die Fünf-Prozent-Hürde nicht gilt.

Die Redaktion hat alle Direktkandidaten der Bezirkswahl um eine schriftliche Darstellung ihrer politischen Ziele in knapper Form gebeten. Aus der eingesandten Vorlage hat die Redaktion diese Zusammenfassung erstellt.

Rückblick

  1. Funk CSU-Fraktionschef im Bezirk
  2. SPD in Schweinfurt: Die Geschichte eines Niedergangs
  3. Amtlich: Knoblach und Graupner im Landtag
  4. Grüne Sensation und etwas Hoffnung
  5. Funk verteidigt Direktmandat der CSU
  6. Grüne: "Das ist eine Sensation"
  7. Landtag: Graupner wahrscheinlich drin, Petersen nicht
  8. Absturz der SPD, Blaues Auge der CSU und Öko-Sekt
  9. Standpunkt: Eine Zäsur auch für Kommunen
  10. „Absolut frustrierend“ - Bei der SPD herrscht Ratlosigkeit
  11. Freude und Erschütterung im Rathaus
  12. Leidensmienen bei der CSU
  13. Graupner: „Wir werden den Finger in die Wunde legen
  14. Bayern-Wahl: Wie hat Ihre Gemeinde gewählt?
  15. Schweinfurt ist bunt – Für Würde, Freiheit und Vielfalt
  16. SPD: Kämpfen um jede Stimme
  17. SPD-Frauenpower mit Andrea Nahles
  18. Tierhaltung als globales Grundproblem
  19. Aufklärung für ein Leben ohne Fleisch
  20. Der richtige Umgang mit „neuen Medien“
  21. Eine Pflegekraft für höchstens vier Patienten
  22. Labus will bei Bezirksumlage mitentscheiden
  23. Mindestlohn in der Pflege
  24. Für kulturelle Eigenständigkeit
  25. Laute Stimme für Menschen mit Behinderung
  26. Förderung von Partnerschaften
  27. Investition in hiesige Kliniken des Bezirks
  28. Die FDP setzt auf Bildung, Digitalisierung und Wohnungspolitik
  29. Nachhaltig leben für die Zukunft
  30. Solidarität ist ihr Herzensanliegen
  31. Die innere Sicherheit als Hauptthema
  32. Bayernpartei setzt auf neues Rentenmodell
  33. ÖDP: Mehr Demokratie dem Volk
  34. Natascha Kohnen: Dickes Lob für Schweinfurts Haltung gegen Rechts
  35. Das Wohl der Tiere hat hohen Stellenwert
  36. Partei will „Ungleichbehandlung Frankens“ beseitigen
  37. Paul Knoblach will erhalten und gestalten
  38. "Wahlhilfe" im Stimmkreis Schweinfurt: Wen sollten Sie wählen?
  39. Robert Striesow: Gutes Geld für gute Arbeit und gute Renten
  40. „Gipfeltreffen“ im Steigerwald
  41. CSU-Wahlkampf: Bei Waltraud und Mariechen
  42. Einhundert Prozent Rückendeckung
  43. Politikwissenschaftler aus Heidenfeld verantwortet den Wahl-O-Mat

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