Gochsheim

Missverständnisse bei den Uhlandstraßenhäusern ausgeräumt

Der soziale Wohnungsbau in der Uhlandstraße kann weitergehen. Wie berichtet, war es zweimal nicht möglich gewesen, die Aufträge für die Fensterbauarbeiten zu vergeben. Zunächst hatte sich das Gremium an dem großen Preisunterschied zwischen der Kostenschätzung und dem Angebot von rund 80000 Euro gestört, dann daran gerieben, dass entgegen der ursprünglichen Planung Brandschutztüren im Treppenhaus erforderlich wurden, die einen wesentlichen Teil des Aufschlags ausmachten. In der letzten Sitzung hatte Bürgermeisterin daher den Planer Benedikt Gerber eingeladen, damit er das Gewerk erläutere.

Er erklärte, dass ursprünglich ein offenes Treppenhaus vorgesehen gewesen sei. Im Oktober sei dies jedoch geändert worden, da im Brandschtuznachweis eine feuerhemmende Konstruktion für die "Ausführung von Treppenräumen" gefordert worden sei. Im November sei bereits die neue Planung inklusive aktualisierter Kostenschätzung vorgestellt worden. Die Kostenberechnung wie fortgeschrieben und die Brandschutztüren im Gewerk "Schlosserarbeiten" berücksichtigt worden. Bei der Ausschreibung der Fenster und Türen seien diese Brandschutztüren mit ausgeschrieben worden. Die Teuerung sei damit höher ausgefallen. Allerdings verringere sich das Gewerk "Schlosserarbeiten" um gerade diesen Betrag. Obwohl das Gewerk "Fensterbauarbeiten" mit letztendlich knapp 164000 Euro nach Bereinigung der Zahlen immer noch um rund 31 Prozent über der Kostenschätzung liegt, sei für die Gesamtbaumaßnahme lediglich mit einer Überschreitung der Kosten um rund 21000 Euro zu rechnen.

Statt der ursprünglich avisierten 2,643 Millionen Euro erwartet der Architekt nach Vergabe von weit über 70 Prozent der Aufträge eine Endsumme von 2,664 Millionen Euro für den Komplex mit 13 Sozialwohnungen in zwei Baukörpern. Die Räte zeigten sich mit den Erläuterungen von Gerber zufrieden und vergaben den Auftrag für die Fenster und Türen mit insgesamt knapp 164000 Euro an eine Schweinfurter Firma.

Der Gemeinderat befasste sich auch mit der Situation im Riemenschneiderweg. Der Hausverwalter Dieter Hensel hatte ja in der Bürgerversammlung der Gemeindeverwaltung Untätigkeit vorgeworfen (wir berichteten) und inzwischen den Fraktionssprechern eine Beschwerde zukommen lassen. Streitpunkt ist schon seit Jahren die nach Meinung der Bewohner ungenügende Erschließung durch eine zu schmale Straße. Durch den Ausbau eines Anwandweges und der Öffnung der Spitzwegstraße solle die Situation entschärft werden. Bürgermeisterin Helga Fleischer erklärte, dass sich an der rechtlichen Situation nichts geändert habe. Daher sah der Gemeinderat keinen Bedarf an der bisherigen Beschlusslage etwas zu ändern. Der Status quo bleibt also bestehen. Für den Betrieb des "Begegnungscafés" beschloss das Gremium einen jährlichen Zuschuss von 600 Euro. Im vierten Quartal werden die Projektverantwortlichen dem Gemeinderat einen Bericht darüber erstatten.

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