Deutschhof

Mit Geburtstagstorte: Pfarrei Sankt Lukas feiert 50-Jähriges

Mit einem Festgottesdienst begann das Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei Sankt Lukas am Hochfeld. Foto: Elke Tober-Vogt

"50 Jahre Pfarrei Sankt Lukas Schweinfurt" waren am Sonntag für die Kirchengemeinde Anlass zu einen Festgottesdienst, der gleichzeitig den Start ins Jubiläumsjahr markierte. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Ehrengäste hatten sich dazu am ersten Adventssonntag unter dem markanten Zeltdach der Kirche zum Fest eingefunden, das unter dem Motto "Mache den Raum deines Zeltes weit" steht.

Pfarrerin Sigrid Ullmann bezeichnete die fünf Dekaden des Bestehens nicht nur als Geschichte eines Bauwerks, sondern auch der Menschen in der Gemeinde. 1969 zeigte sich das Stadtviertel Hochfeld bei Weitem nicht so dicht bebaut wie heute, so Ullmann, die auf eine fotografische Dokumentation in der Festschrift hinwies.

Dort steht auch zu lesen, dass nach den Vorstellungen des Architekten Johannes Gerhard Weber "eine städtebaulich äußerst interessante Lösung, die zugleich ein Zeugnis für die Experimentierfreudigkeit der späten 1960er-Jahre darstellt" entstand.

Riesiges Gemeindezentrum

Was hat man sich in der damaligen Zeit gedacht, fragte Ullmann, als man ein derart riesiges Gemeindezentrum errichtete? War es die Nachbarschaft zur katholischen Pfarrei Sankt Peter und Paul mit einem ebenfalls großen Gebäude, oder war damit die Hoffung auf eine stark wachsende Zahl an Gemeindemitgliedern verbunden? Niemand sah die demographische Entwicklung voraus, heute stünden ökologische Gedanken im Vordergrund – so vieles unterliege der Veränderung, nichts bliebe, wie es ist.

Doch es mache engstirnig im Kopf und klein im Herz, wenn man keinerlei Veränderungen zuließe und dem Gedanken nachhinge, dass am besten alles bleiben solle, wie es ist, mahnte Ullmann, die sich auch mit der Form des Zeltdachs beschäftigte. Seit jeher seien Menschen mit Zelten als Behausung unterwegs gewesen.

Fertig zum Anschneiden: die Geburtstagstorte. Foto: Elke Tober-Vogt

Das Zelt stehe als Symbol für "auf dem Weg Sein" zu Gott und ewigem Leben. Es biete auch Schutz für alle, die suchen und neu ankommen. Ihren Appell für Offenheit verband Sigrid Ullmann mit dem Wunsch auf viele Jahre des Weiterbestehens der Gemeinde. Der Blick gehe in die Zukunft, Veränderungen solle man ohne Verbitterung annehmen.

Orientierung bieten

Für die Stadt gratulierte Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der zugab, ein wenig zusammengezuckt zu sein, als er feststellte, genauso alt wie die Kirche zu sein, denn Kirchen würden doch eher als etwas Altes angesehen. Der Oberbürgermeister warf einen Blick auf die Schweinfurter Gesellschaft vor 50 Jahren, als es viele Stadtteile noch nicht gab und Zuwanderung so gut wie keine Rolle spielte. Er sehe es als Aufgabe der Kirchen, in einer pluralistischen Gesellschaft Verortung und Orientierungshilfen zu bieten. Das passende Bild hierzu fand Remelé in der Lutherschen "festen Burg".

Es folgten weitere Gratulationen durch City-Pfarrer Heiko Kuschel, die Pastoralreferentin der Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul, Maria Garsky, den CVJM-Vorsitzenden Frank Finzel und den Vertrauensmann von Sankt Lukas, Jürgen Fuchs.

Beim Anschneiden der Geburtstagstorte freuten sich (von links) Jürgen Fuchs, Pfarrerin Sigrid Ullmann, Maria Garsky und ... Foto: Elke Tober-Vogt

Musikalisch mitgestaltet wurde der Festgottesdienst durch die Organistin Nelly Winter und die Sängerin Natalya Klauser, wobei deren Stimme nicht nur beim Largo "Ombra mai fu" aus Händels Oper Xerxes durch intensive Strahlkraft und Klangschönheit beeindruckte.

Im Anschluss wurde mit einer Geburtstagstorte und einem gemeinsamen Mittagessen gefeiert. Dazu konnte man adventliche Dekoration und kleine Leckereien erwerben; die Konfirmanden verkauften selbst gebackene und liebevoll dekorierte Brote für "Brot für die Welt",  schließlich folgten Vorführungen der Kindergartenkinder.

Die musikalische Gestaltung hatten Nelly Winter an der Orgel und die Sängerin Natalya Klauser übernommen. Foto: Elke Tober-Vogt
Auch adventliche Dekoration und kleine Leckereien gab es zu erwerben. Foto: Elke Tober-Vogt

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