SCHWEINFURT

Mit Migranten für Migranten

22 Schweinfurter Migranten sind jetzt Bildungslotsen: Erste Reihe von hinten (immer von links): Dorina-Doina Kremer, Gisele Vizzoni Frimark. Zweite Reihe von hinten: Anne Wolf-Montag (Standortkoordinatorin), Saima Weber, Ana Maria Benevides Werner, Maria Antonieta Magagnin-Fischer, Helene Bauer. Dritte Reihe von hinten: Regina Engelhardt, Julia Klippenstein, Gülten Cenk, Lusine Kunke, Viktor Bauer. Vierte Reihe von hinten: Filiz Acar, Margarita Karpf, Fulya Cenk, Svetlana Nicklaus, Marta Artes. Erste Reihe vorne: Thomas Stelzer (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt), Ramazan Salman (Geschäftsführer Ethno-Medizinisches Zentrum), OB Sebastian Remelé, Zübeyde Yusufoglu-Seyfi, Ana Schmadl-Orzescu, Mahrokh Samadi. Von den Lotsen nicht dabei sein konnten: Ganimete Gashi, Sibel Seyhan und Kaveh Taghizadegan.
22 Schweinfurter Migranten sind jetzt Bildungslotsen: Erste Reihe von hinten (immer von links): Dorina-Doina Kremer, Gisele Vizzoni Frimark. Zweite Reihe von hinten: Anne Wolf-Montag (Standortkoordinatorin), Saima Weber, Ana Maria Benevides Werner, Maria Antonieta Magagnin-Fischer, Helene Bauer. Dritte Reihe von hinten: Regina Engelhardt, Julia Klippenstein, Gülten Cenk, Lusine Kunke, Viktor Bauer. Vierte Reihe von hinten: Filiz Acar, Margarita Karpf, Fulya Cenk, Svetlana Nicklaus, Marta Artes. Erste Reihe vorne: Thomas Stelzer (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt), Ramazan Salman (Geschäftsführer Ethno-Medizinisches Zentrum), OB Sebastian Remelé, Zübeyde Yusufoglu-Seyfi, Ana Schmadl-Orzescu, Mahrokh Samadi. Von den Lotsen nicht dabei sein konnten: Ganimete Gashi, Sibel Seyhan und Kaveh Taghizadegan. Foto: waltraud fuchs-mauder

Sie sind da, wenn Menschen mit Migrationshintergrund wissen wollen, wie das Ausbildungssystem funktioniert oder welche Chancen der bayerische Arbeitsmarkt bietet: 22 Migranten aus drei Kontinenten und zehn Ländern haben rund 100 Stunden in Einzel- und Gruppenunterricht gepaukt, um ihren Landsleuten in Schweinfurt zukünftig bei solchen Fragen helfen zu können.

In der Diele des alten Rathauses verlieh Oberbürgermeister Sebastian Remelé vor den Projektteilnehmern und -partnern in feierlicher Atmosphäre ein Zertifikat, das den Migranten – die sich aus 20 Frauen und zwei Männern unterschiedlichen Alters und Bildungsgrad zusammensetzen – den Status „Lotse für Bildungschancen, Berufsorientierung und Integration in den Arbeitsmarkt“ gibt. Die Lotsen sollen ihr erworbenes Wissen in kostenlosen Kursen an ihre Landsleute weitergeben. Dabei geht es in den Sprachen Albanisch, Englisch, Persisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Türkisch und Urdu um die Themen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt.

Die ganze Stadt macht mit

Als „Ausbildungskette für Bildungschancen, Berufsorientierung und Integration in den Arbeitsmarkt (ABBI)“ bezeichnet das Ethno-Medizinische Zentrum und das Interkulturelle Begegnungszentrum für Frauen ihr selbst entwickeltes Projekt. Dahinter steht nämlich eine „Kette“ an lokalen Partnern. „Sie können stolz auf ihre Stadt sein“, sagte Ramazan Salman bei der Verleihung mehrmals zu OB Remelé. Salman ist Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums und betonte, dass „es nicht selbstverständlich ist, dass die ganze Stadt mitmacht“. Hinter der „ganzen Stadt“ verbergen sich die Gesellschaft für berufliche Förderung, die Handwerkskammer für Unterfranken, die IHK Würzburg-Schweinfurt, der Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt, die Kreishandwerkerschaft Schweinfurt, das Jobcenter der Stadt sowie das Staatliche Schulamt und ZF Friedrichshafen. Gefördert wird das Projekt außerdem von der Bundesagentur für Arbeit und der hiesigen Arbeitsagentur.

Alle Beratungsstellen, Schulen oder Betriebe können sich die Lotsen jederzeit „abgreifen“, wenn sie Kontakt zu Menschen mit Migrationshintergrund haben. Das Projekt „gerne daheim in Schweinfurt“ der Stadt sowie das Interkulturelle Begegnungszentrum für Frauen sind Ansprechpartner. Die Lotsen haben bereits zahlreiche Kurse gegeben und wollen am Ende des Projektes rund 400 Personen informiert haben.

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