Schonungen

Mittagsbetreuung, Waldbericht und kein Verkehrskonzept

Revierleiter Reiner Förster legte seinen jährlichen Bericht über den Gemeindewald vor.
Revierleiter Reiner Förster legte seinen jährlichen Bericht über den Gemeindewald vor. Foto: Hans-Peter Hepp

Denkbar knapp – mit nur einer Stimme Unterschied – scheiterte im Gemeinderat der Antrag, ein Verkehrskonzept für den Ortsteil in Auftrag zu geben. Dabei ging es in erster Linie, so die Befürworter mit Bürgermeister Stefan Rottmann, um die Situation "Parken in der neuen Mitte" und um den gewünschten Kreisverkehr im Buchental. Darüber hinaus erhofften sich die Fürsprecher konkrete Ratschläge zur Wegeführung im Ort und zur Verbesserung der Radwege. Die Gegner eines solchen Gutachtens oder Plans mahnten die hohen Kosten an – der gemeindliche Anteil wäre trotz Förderung rund 20 000 Euro gewesen. Und sie befürchteten, dass die Gemeinde Schonungen wegen der angespannten Finanzlage, die in den nächsten Jahren erwartet wird, Vorschläge aus dem Konzept nicht werde umsetzen können. Mit neun zu acht Stimmen votierte das Gemeindeparlament gegen ein externes Gutachten.

Nadelbäume machen Revierförster Sorgen

Die Nadelbäume machen Revierförster Reiner Seufert die größten Sorgen, mit einer größeren Mischung an Baumarten hofft er, den gemeindlichen Wald – er misst rund 1200 Hektar -ein gute Zukunft geben zu können. In seinem jährlichen Bericht über den Zustand des Walds führte Seufert die Folgen des Klimawandels auf, zeigte den Befall der Bäume mit Larven, Pilzen und Käfern. Einige Bäume sterben aber an Wassermangel, "reines Austrocknen", nannte dies der Fachmann. Beinahe jede Baumsorte, die in und um Schonungen wächst, war teil der Präsentation. Reiner Seufert nannte bei jeder Art deren Befinden im Zeichen von Trockenheit und Hitze. Darüber hinaus sprach er die großen Preisunterschiede am Holzmarkt an. Während der Preis für Fichte und Kiefer so tief sank, dass der Erlös kaum über den Kosten liegt, haben andere Baumarten zugelegt. Eichen und Buchen sind die Sorten, die im Schonunger Forst dominieren. Der Förster bedankte sich für das große Interesse am Bürgerwaldtag. Rund 60 Schonunger waren mit Seufert am Samstag drei Stunden lang durch den Forst bei Hausen gewandert. Der Gemeinderat bedankte sich für die lebhafte und gut verständliche Führung und setzt auf eine Wiederholung im Jahr 2021.

Mittagsbetreuung soll ausgeweitet werden

Einigkeit herrschte unter den Räten bei den Beratungen um die Mittagsbetreuung in der Grundschule. Das Angebot soll so ausgeweitet werden, dass alle Kinder auf der Liste aufgenommen werden können. Deshalb plant man mit drei Gruppen und möchte die Hausaufgabenbetreuung und die "stillen Arbeiten" auf zwei Klassenzimmer beschränken. Falls es für den Ablauf in der Schule notwendig werden sollte, wird die Gemeinde Rollcontainer oder ähnliches für die sichere Ablage von Schulbüchern und Utensilien anschaffen. In ihren Wortmeldungen verwiesen die Gemeinderäte immer wieder auf die Tatsache, dass beide Elternteile einer Beschäftigung nachgingen und deshalb die Gemeinde eine fachlich fundierte Mittagsbetreuung anbieten muss.

Die Ferienbetreuung soll für die Gemeinde kostenneutral erfolgen. Schonungen stellt die Räume, die Kosten für die Betreuung müssen die Eltern tragen. Diesem Vorschlag folgten alle Räte

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