ZELL

Mobilfunk ja, Mast nein

Mobilfunk und das schnelle Internet sorgten in der Bürgerversammlung im Üchtelhäuser Ortsteil Zell für Gesprächsstoff.

Walter Hey fragte nach dem Mobilfunkmast, der eigentlich in Zell noch entstehen sollte. Den hätten die Anlieger ja schon vier Jahren abgelehnt – aus Angst vor Strahlung, erinnerte Bürgermeisterin Birgit Göbardt. Dennoch habe Geschäftsleiter Harald Mantel Vodaphon bekniet, einen solchen Mast aufzustellen. „Das ist alles gut gelaufen, bis es in die Zeitung kam“, erklärte Göbhardt. Dann hätte es wieder Proteste gegeben und das Ganze sei im Sande verlaufen. Die Bürgermeisterin machte deutlich: „Solche Masten sind inzwischen eine reine Dienstleistung, Die Konzerne können sich raussuchen, wo sie hinwollten. Tobias Gerstner meinte, so dringend sei der Mast ohnehin nicht, die Üchtelhäuser hätten einen noch schlechteren Empfang. „Und in Madenhausen geht nicht einmal der Feuerwehrfunk, die sind total abgeschnitten“, ergänzte die Bürgermeisterin.

Julian Glückert erkundigte sich dem Verfahren, mit dem der Breitbandausbau getätigt wurde. Das sehe „nicht schön“ aus, bemängelte er. Geschäftsleiter Harald Mantel erklärte, dass Vodaphon Nano-Treching angewendet hatte, ein bundesweit zugelassenes neues Verfahren. Diese spezielle Frästechnik spare Tiefbaukosten und erlaube es, Glasfaserkabel schnell, ressourcenschonend und kostengünstig zu verlegen. Wenn man die Straße einem neu asphaltieren müsse, sei dies kein Problem, da die Kabel im unteren Asphalt liegen. Wenn man allerdings tiefer aufgraben müsse, würde man die Kabel vermutlich neu verlegen müssen, so Mantel.

Der Anfrage nach einem weiteren Breitbandausbau erteilte der Geschäftsleiter eine klare Absage. Bis auf das nun erschlossene letzte Gebiet sei Zell flächendeckend mit Fernsehkabeln versorgt, diese erlaubten Übertragungsraten von bis zu einem Giga Bit, mit einem weiteren Ausbau sei deshalb in den nächsten zehn Jahren nicht zu rechnen.

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