OBERSCHWARZACH

Mobilfunkmast: Bürger sollen mitreden

Der von Vodafone geplante Mobilfunkmast auf dem Geiersberg war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Oberschwarzach. Grundsätzlich sprachen sich die Räte nicht gegen einen Mobilfunkmast aus. Allerdings schlug man vor, das auch von der Ansicht der Bürger abhängig zu machen. Dabei denkt man eventuell an eine Bürgerversammlung. Auch schlug man vor, im Rahmen der Europawahl in den Wahllokalen eine Liste auszulegen, um das Meinungsbild der Bürger in Erfahrung zu bringen.

Bei einem Ortstermin überprüfte man kürzlich mit einem Hubsteiger die benötigte Höhe des Mastes und klärte technische Fragen. Dabei testete man drei nahe beieinander liegende Standorte auf dem Geiersberg aus. Zwei davon, die näher am Herrenberg sind, befinden sich auf Gemeindegrund und einer auf Grund des Staatsforstes.

Bürgermeister Josef Radler sagte, dass der Mast etwa 20 Meter über die Baumwipfel hinausrage. Er sei deutlich in der Landschaft zu erkennen. Er habe seine Meinung über den Mobilfunkmast geändert, seitdem die Windkraftanlagen bei Brünnstadt stehen, sagte Radler. Ihm geht es aber auch um die Pachteinnahmen, die der Mast auf Gemeindegrund brächte. Radler sprach sich daher für den Mast aus, auch wenn er den Empfang für Handthal nur etwas verbessere.

Der künftige Bürgermeister Manfred Schötz dagegen sagte, dass ihm keiner der drei Standorte gefalle. Die Optik aber müsse einem etwas wert sein. Weiterhin werde Handthal immer noch nur zum Teil erschlossen. Zudem zweifelte er an der Zielsetzung des Konzerns, die Bundesstraße 22 besser zu versorgen. Diese sei doch bereits gut mit Mobilfunk versorgt, wunderten sich auch einige Gemeinderäte.

Ein Gemeinderat dagegen sagte, dass es schon das dritte Mal sei, dass ein Betreiber einen Funkmast bei Oberschwarzach errichten möchte. Wenn man verhindern wolle, dass man ein technisches Objekt sehe, dürfte man auch keine Straßen und Strommasten bauen. Man solle sich technischen Einrichtung nicht verschließen. Außerdem komme die Chance auf einen solchen Mast nicht wieder.

Ein Rat fragte, ob der Mast für den Antrag für schnelles Internet Auswirkungen haben könnte. Dahinter stand der Gedanke, dass die Gemeinde eine Verkabelung über Glasfaser möchte. Er fragte nun, ob der Förderantrag womöglich abgelehnt werden könnte, wenn schnelles Internet des Übertragungsstandards LTE durch den geplanten Mast verfügbar wäre. Radler sagte, man habe ihm bei der Breitbandberatung versichert, dass LTE keine Auswirkungen auf den Glasfaser-Förderantrag habe.

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