SCHWEINFURT

Mutmaßlicher Lackkratzer wieder auf freiem Fuß

Ein knappes halbes Jahr nach seiner Festnahme ist der mutmaßliche Lackkratzer wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte die zuständige Leitende Oberstaatsanwältin in Schweinfurt, Ursula Haderlein, gegenüber dieser Redaktion. Der Student war Ende April in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert worden.

Gegen den jungen Mann aus Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) besteht der dringende Tatverdacht, knapp 100 Fahrzeuge in Schweinfurt zerkratzt zu haben. Außerdem soll er für die Lackkratzer-Serie im Großraum Würzburg verantwortlich sein, die die Polizei monatelang in Atem gehalten hatte. Dem zum Zeitpunkt der Festnahme 24-Jährigen wird derzeit Sachbeschädigung in über 1500 Fällen vorgeworfen. Gesamtschaden: rund zwei Millionen Euro.

Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Zu den Vorwürfen gegen ihn schweige der Verdächtige, so Haderlein. Vor einigen Tagen habe der Student das Bezirkskrankenhaus verlassen. Das bedeute jedoch nicht, dass der Fall ergebnislos zu den Akten gelegt wird: „Die Ermittlungen sind weitgehend abgeschlossen“, so die Staatsanwältin. Eine Anklageerhebung stehe kurz bevor. Weil die Beweisführung angesichts der Vielzahl der Fälle schwierig ist, war zuletzt auch die Möglichkeit im Raum gestanden, das Verfahren einzustellen.

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