SCHWEINFURT/LAUPHEIM

Nach Messerangriff: Bruder und „Ehemann“ in Haft

Wegen einer Messerattacke auf eine 17-Jährige in Laupheim (Kreis Biberach) sind in Schweinfurt ein 34-jähriger Syrer und ein 20-jähriger Libyer festgenommen worden.

Der 34-Jährige ist den Polizeiangaben zufolge nach islamischem Recht mit dem aus Libyen stammenden Opfer verheiratet, der zweite Verdächtige sei der Bruder der Frau. Die Männer waren am Mittwochnachmittag in einem Zug am Bahnhof Schweinfurt festgenommen worden. Durch Ermittlungen und Verhöre habe sich der Tatverdacht erhärtet.

Frau mit Stich in den Oberkörper schwer verletzt

Die junge Frau war in der Nacht zum Mittwoch mit einem Stich in den Oberkörper schwer verletzt worden. Sie ist inzwischen außer Lebensgefahr, wie die Bundespolizei in Würzburg mitteilte. Der Bruder soll bereits eine Tatbeteiligung zugegeben haben. Die Ulmer Polizei bestätigte am Freitag, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt habe, gibt zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Details bekannt.

Der 20-jährige Libyer ist den Angaben zufolge „dem islamistischen Spektrum zuzurechnen“. Erst am Montag (26. Februar) war der Mann in einem Verfahren vor dem Amtsgericht Biberach wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat und uneidlicher Falschaussage aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach Aussage des Amtsgericht Biberach sei die Untersuchungshaft aufgehoben worden, da kein „dringender Tatverdacht“ vorgelegen habe.

Anschlag in Kopenhagen geplant

Konkret wird dem 20-Jährigen laut Polizei vorgeworfen, im Herbst 2016 einen Syrer aus einer Flüchtlingsunterkunft in Biberach dabei unterstützt zu haben, einen Anschlag zu organisieren. Sie sollen mehr als 17 000 Streichhölzer, Funkgeräte, Küchenmesser und Feuerwerkskörper nach Dänemark geschmuggelt haben. Geplant sei gewesen, einen Sprengsatz in einer Menschenmenge in Kopenhagen zu zünden.

Der Syrer ist dafür bereits von dem Landgericht Ravensburg zu sechseinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

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