SCHWEINFURT

Nach der Vorsorge ein Bier zur Nachsorge

Außergewöhnliche Situationen führen mitunter zu nicht alltäglichen Kooperationen. Fakt ist, dass der Darmkrebs unter den Krebsarten die höchste Zahl an Neuerkrankungen aufweist (pro Jahr 70 000 deutschlandweit). Unbehandelt führt dieser in kurzer Zeit zum Tod (28 900-mal im Jahr).

Darmkrebs entsteht jedoch aus gutartigen Wucherungen. Werden diese Polypen rechtzeitig erkannt, können sie entfernt werden, ehe der Krebs entsteht. Darmkrebs wächst aber auch im Verborgenen und langsam. Man spürt ihn nicht. Treten Beschwerden auf, ist der Krebs zumeist fortgeschritten und Tochtergeschwüre haben sich gebildet. Die Früherkennung rettet Leben, meist ohne operativen Eingriff.

Die Darmspiegelung zur Vorsorge wird aber nur von 36 Prozent der Frauen und gar von nur 17 Prozent der Männer in Anspruch genommen.

Über die Vorsorge berät der Hausarzt. Aufklären will jetzt auch eine eher ungewöhnliche Allianz, der das Ambulanzzentrum Schweinfurt (Friedenstraße 14), das Medizinische Versorgungszentrum am Leopoldina-Krankenhaus die Medizinische Klinik 2 im Leopoldina und das Schweinfurter Brauhaus angehören. Freibier soll zum Mitmachen auffordern, soll verdeutlichen, dass nur ein gesunder Darm Genuss ohne Einschränkungen ermöglicht.

Auf jeden Fall sollte man nach der Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge Flüssigkeit zu sich nehmen, um wieder ganz fit zu sein. Alkoholfreies Weißbier ist nach Meinung der Mediziner, die sich an der Aktion beteiligen, mindestens so gesund wie Apfelschorle, denn es enthält sogar weniger Alkohol, etwa gleichviel Kalorien und ist zudem isoton. In Schweinfurt kommt das Freibier nach der Darmspiegelung bei den Partnern der Aktion vom Schweinfurter Brauhaus.

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, wächst mit dem Alter. Empfohlen sind jährliche Tests auf verborgenes Blut im Stuhl ab dem 50. Geburtstag. Ab dem 55. Geburtstag sollte alle zehn Jahre eine Darmspiegelung erfolgen.

Die Darmspiegelung selbst bekommt der Patient zumeist nicht mit. Vor einer Koloskopie muss jedoch der Darm gereinigt werden. Dazu muss keine größere Menge einer nicht gerade wohlschmeckenden Flüssigkeit am Vorabend getrunken werden. Bei der Vorsorgekoloskopie wird dann ein flexibles Gerät mit einer Lichtquelle und einer Videokamera an der Spitze in den Darm gebracht.

So sind bereits kleinste Vorstufen einer Krebserkrankung zu erkennen. Durch den Instrumentenkanal können winzige Schlingen und Zangen vor Ort gebracht werden, um Polypen und Krebsansätze zu entfernen.

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