Gernach

Nachbarschaftshilfe in den Startlöchern

Die Verantwortlichen der Aktion 'Nachbarschaftshilfe' sind guter Dinge, dass die Fragebogenaktion in der Gernacher Bevölkerung auf fruchtbaren Boden fällt: (von links) Jürgen Friedrich, Theresia Back, Erhard Scholl, Helga Eck, Heiko Berchtold und Gemeinderat Dieter Dietz.
Die Verantwortlichen der Aktion "Nachbarschaftshilfe" sind guter Dinge, dass die Fragebogenaktion in der Gernacher Bevölkerung auf fruchtbaren Boden fällt: (von links) Jürgen Friedrich, Theresia Back, Erhard Scholl, Helga Eck, Heiko Berchtold und Gemeinderat Dieter Dietz. Foto: Peter Pfannes

"Wer möchte helfen - wer braucht Unterstützung ?", lautet das Motto einer Befragungsaktion der Gernacher Bevölkerung, mit der die Verantwortlichen des Johannisvereins Gernach den aktuellen Bedarf an Unterstützung aber auch die Bereitschaft Hilfe anzubieten, im Dorf ausloten wollen. Rund 200 Fragebögen werden in den kommenden Tagen an die Haushalte verteilt, um beides herauszufinden.

 Tatkräftig unterstützt wird Erhard Scholl, der Vorsitzende des Johannisvereins, bei der arbeitsintensiven Aufgabe von seinen Vorstandskollegen Jürgen Friedrich, Theresia Back, Helga Eck und Heiko Berchtold sowie Gemeinderat Dieter Dietz. Im Vorstandsgremium hatte man den Eindruck gewonnen, dass der Bedarf an Hilfe nicht nur bei den Senioren steigt. Deshalb sei es sinnvoll, so Scholl, die Personen, die helfen wollen, mit denen in Kontakt zu bringen, die Hilfe brauchen. Er selbst fungiert dabei als Koordinator.

Was auf ihn zukommt, kann Scholl nur erahnen: Hilfestellungen bei Senioren, Kinderbetreuung, Fahrdienste, Einkaufen. Aber auch kleinere häusliche Dienste und Gartenarbeiten sind denkbar. Ganz wichtig ist ihm dabei der Datenschutz. "Wir sind zur Verschwiegenheit verpflichtet", versichert er und betont, dass die Nachbarschaftshilfe keine Konkurrenz zu den bestehenden informell geleisteten nachbarschaftlichen Hilfen oder den bestehenden Besuchsdiensten (Krankenbesuche durch die Kirche) sein soll.

Im Vorstand sei man der Meinung, dass es noch mehr Frauen und Männer in Gernach gibt, die gerne helfen, wenn sie den zeitlichen Umfang und die Art der Hilfe bestimmen können. "Weiter glauben wir, dass Frauen und Männer Hilfe brauchen, aber keinen Weg wissen, wie sie an diese Hilfe kommen können."

Als Seelsorger begrüße ich die Initiative, die eine Signalwirkung haben kann und sollte, auch für andere Gemeinden", meint Pfarrer Thomas Amrehn. Mit der Aktion "Nachbarschaftshilfe" greife der Ortscaritasverein nicht nur ein Satzungsziel auf, sondern sorge sich um die Begegnung, die es heute in den Orten und Kirchengemeinden brauche.  Bürgermeister Horst Herbert findet die Initiative des Vereins großartig. "Nächstenhilfe und die Unterstützung hilfebedürftiger Menschen bereichern unsere Gesellschaft ungemein, stärken den Gemeinschaftsgeist und werten das Dorfleben auf."

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