Kolitzheim

Nächster Schritt auf dem Weg zum neuen Kindergarten

Baugebiet An der Kirchgasse: Hier soll der Erweitungsbau der Kindertagesstätte St. Sebastian in Unterspiesheim entstehen. Ganz rechts im Bild der Kindergarten St. Sebastian Foto: Erhard Scholl

Bauanträge und die geplante Erweiterung der Kindertagesstätte St. Sebastian in Unterspiesheim waren die Hauptpunkte der Sitzung des Kolitzheimer Gemeinderats. Die Aufstockung eines vorhandenen Nebengebäudes und die Erweiterung einer Gaube in Lindach, und die Errichtung eines Gartengerätehauses in Unterspiesheim erhielten einstimmig grünes Licht durch den Gemeinderat. Als weitere Schritte für die geplante Erweiterung der Kindertagesstätte in Unterspiesheim war ein Beschluss  über die Änderung des Flächennutzungsplans sowie eine Änderung des Bebauungsplans An der Kirchgasse und eine Änderung des Bebauungsplans am Hirtenweg notwendig; letzterer muss geändert werden, weil ein Teilabschnitt des Baugrundstücks dem Baugebiet am Hirtenweg angehört.

Die Änderungen orientieren sich an den bisherigen Planungen, ergänzte Bürgermeister Horst Herbert die Ausführungen von Dominik Dorsch, u. a. zuständig für Bauleitplanung und Bauanträge.

Die Nachfrage von Reinhard Heck, warum man das Baugelände nicht über die Grettstadter Straße erschließe, wurde dahingehend beantwortet, dass von seiten des Kindergartenpersonals und von seiten des Trägervereins die Nähe zum weiter bestehenden Teil des Kindergartens bevorzugt werde – wegen der kurzen Wege von einem Haus zum anderen. Außerdem sei es sinnvoll, den Abstand zur Wohnbebauung im Osten des Baugeländes eher größer zu halten. Darüber hinaus seien Parkmöglichkeiten an der Kirchgasse vorgesehen – eine Planung, die gerade mit Blick auf die Eltern, die zwei Kinder gleichzeitig im Kindergarten haben und diese bringen und abholen müssen, naheliege. Zwei aktuelle Änderungen des Bebauungsplans wurden einstimmig mit beschlossen: Das großzügig angelegte Baufenster solle bis an die nördliche Grundstücksgrenze verschoben werden, und die ursprünglich auf 6, 5 Meter vorgesehene maximale Bauhöhe solle auf 10 Meter maximale Bauhöhe verändert werden. Diese Veränderung schlage man auf Anregung des Archtitektenbüros vor, um für eine eventuell spätere notwendige Erweiterung die Option für eine Aufstockung offen zu halten. Aus demselben Grund wurden auch die Baugrenzen größer als der aktuell geplante Baukörper gefasst um eventuelle Erweiterungen möglich zu machen. Diese Veränderung habe keine Auswirkung auf die benötigte Ausgleichsbedürftigkeit, so Dominik Dorsch; er habe sich diesbezüglich rückversichert. Nach diesen Erläuterungen wird die Aufstellung des "Bebauungsplan An der Kirchgasse mit 2. Änderung des Bebauungsplanes "Am Hirtenweg"  einstimmig beschlossen, ebenso einstimmig wird der aufgrund von Änderungen im Zuschnitt des Planungsgebietes am 12. September 2017 gefasste Aufstellungsbeschluss geändert.

Einstimmig beschlossen wurde auch, dass die Gemeinde Kolitzheim einen Antrag zur Aufnahme in ein Förderprogramm für Glasfaseranschlüsse für Rathäuser. Das entsprechende Förderprogramm für Schulen wurde auf die Förderung für Rathäuser erweitert, informierte Horst Herbert. Auch wenn das Verfahren kompliziert sei, solle man sich doch den Zugang zu dieser Förderung sichern, so die einhellige Meinung im Gremium.

Über die vom Landkreis gewünschte Beteiligung der Gemeinden am E-Car-sharing informierte der Bürgermeister: 2018 habe der Kreistag beschlossen, im Rahmen des Mobilitätskonzepts des Landkreises E-Car-Sharing zu etablieren. Da sich kein privater Anbieter gefunden habe, fragte der Landkreis bei den Gemeinden nach, ob es Interesse gebe, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Neun von 29 Gemeinden hätten grundsätzliches Interesse bekundet. Martin Mack vertrat die Meinung, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde sein könne, Vermittlungsaufgaben zu übernehmen. Ein privater Anbieter habe sich gemeldet. Er würde die Vermittlung übernehmen, wenn die Gemeinde die Fahrzeuge leasen würde. Das ist keine gemeindliche Option. Gerd Endres gab zu bedenken, dass dieses Angebot für große Gemeinden attraktiv sein könne, für Kolitzheim mit acht Ortsteilen sei die Attraktivität wohl eher gering. Der Beschluss: man solle unverbindliches Interesse signalisieren.

Verzögerungen in der Abwicklung von erteilten Aufträgen wurden aus verschiedenen Gemeindeteilen berichtet. Die Auskunft des Bürgermeisters: die Firmen haben so viele Aufträge, dass sie nicht hinterherkommen.

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