Gernach

Nähaktion: Kleiner Anstoß – große Wirkung

Nur eine kleine Nachricht versandte Claudia Ahles, die, wie ihr Neffe Adrian Treutlein in Werneck in der Krankenpflege arbeitet, an ihre Schwester Martina Treutlein: "Wir bräuchten für unsere Patienten Gesichtsmasken". Martina leitete diese Nachricht an zwei Whatsapp-Gruppen weiter: Eine Gruppe bestand noch vom gemeinsamen Tanzauftritt des Frauenbundes beim Dorfabend in Gernach, die andere ist die Trainingsgruppe für Rückengymnastik. Noch am gleichen Abend stand ihr Smartphone nicht mehr still: Viele erklärten sich bereit, nach dem Schnittmuster, das der Nachricht beigefügt war, Gesichtsmasken zu nähen. Sogar aus den Nachbardörfern meldeten sich Frauen zum Nähen.

Einige Mitglieder dieser Whatsapp-Gruppen wurden selbst aktiv,  sprachen Bekannte, Eltern und Verwandte an und baten sie, mitzumachen. So sind in Gernach und Umgebung, ja sogar in Forst etwa 15 Frauen tätig, um die dringend benötigten Gesichtsmasken zu nähen und nach Gernach zu bringen. Die Patienten brauchen dringend solche Masken, denn wenn man Mund und Nase bedeckt, mindert man das Infektionsrisiko für sein Gegenüber.

Stoff gespendet

Den Stoff für die Masken hatten verschiedene Spender den Schneiderinnen, die diese Maske in Heimarbeit fertigen, zur Verfügung gestellt. "Die große Bereitschaft der Freundinnen und Bekannten, diese Gesichtsmasken zu nähen, hat mich sehr überrascht und gefreut. Besonders hat mich berührt, dass eine Frau, die schon eine ganze Reihe von Gesichtsmasken fertig genäht hatte, sich eigens mit dem Fahrrad aus Kolitzheim nach Gernach auf den Weg gemacht hat und mir diese gebracht hat", so Martina Treutlein, bei der die Fäden für diese besondere Form der Hilfe zusammenlaufen.

Eine Nähanleitung für den Mund-Nasenmaske ist unter "Anleitung_MNS_na__hen_neu.pdf" im Internet herunterzuladen, es gibt viele weitere Anleitungen im Internet. Tipp für die Näherinnen: Kochfeste Gummibänder verwenden, keine Stoffbänder, denn Gummibänder versprechen einen besseren Sitz.

Claudia Ahles und Adrian Treutlein haben bisher schon eine ganz ansehnliche Zahl – etwa 50 –an Mundmasken nach Werneck gebracht. "Jeden Tag kommen neue  Mundbedeckungen bei mir an", berichtet Martina Treutlein.  Pflegepersonal und Ärzte sind sehr dankbar für diese wirkungsvolle Unterstützung. Bevor die Mundbedeckungen an die Patienten ausgegeben werden, wird von der Klinik-Schneiderei ein kleiner Zettel an der Maske befestigt: "Genäht von Gernacher Frauen" – eine schöne Geste des Dankes.

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