GELDERSHEIM

Nein zum Sendemast in Ortsnähe

Kein hoher Sendemast in Ortsnähe: Das ist der Standpunkt des Gemeinderats zu einem Bauantrag für einen Vodafone-Mobilfunkmast auf freiem Feld am nördlichen Gemeinderand von Geldersheim. Dieser wäre mit etwas über 50 Metern doppelt so groß wie ein bestehender Mast im Südwesten an der A 71. Eine weitere Anlage befindet sich im Dorf.

Thomas Kundmüller schlug vor, grundsätzlich die Entwicklung in den benachbarten Conn Barracks abzuwarten, wo ein interkommunales Gewerbegebiet geplant ist. „Wir sind bereits gut angebunden“, sagte Monika Rödemer. Auch Bürgermeister Oliver Brust sieht die Gemeinde bei Telekommunikation und Internet gut versorgt. Laut Flächennutzungsplan sind auf dem Wunschstandort landwirtschaftliche Flächen vorgesehen. Desweiteren wird eine Beeinträchtigung des Ortsbilds befürchtet: der Antrag wurde einhellig abgelehnt.

Ums Ortsbild ging es auch bei einem Bauantrag, der anthrazitfarbene Dachziegel auf einem Privathaus vorsieht. Zumindest der Altort leuchtet auf Luftbildern aber überwiegend in Rot. Bürgermeister Brust plädierte hier für die traditionelle Dachfarbe, auch wenn der frühere Gemeinderat bereits Ausnahmen zugelassen habe. Ganz so streng wollten es die Räte nicht sehen. „Die Kirche hat auch ein schwarzes Dach“, meinte Alfred Sahlender. Herbert Ziegler verwies auf bestehende Photovoltaik-Anlagen. Thomas Starek sah die Dachfarben in den hinteren Straßenreihen in der Ortsmitte als nicht so entscheidend an, auch für Monika Rödemer ist es wichtiger, dass Baulücken geschlossen werden. Gegen Bürgermeister-Stimme wurde hier das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Diskussion um Bodenhülsen

Eine längere Debatte gab es beim Thema Bodenhülsen für die Turnhalle der bis 2010 generalsanierten Schule. Die abdeckbaren Vertiefungen im Boden sollen nachträglich als Halterungen, etwa für Korbballständer, eingebaut werden, für knapp 2500 Euro Kosten. Laut Architekt und Firma sei dies möglich, so Brust. Annemarie Schuler erinnerte aber an frühere Debatten, inwieweit dies die Funktionalität des Bodens beeinträchtigen würde: „Wir wissen nicht, was das für Auswirkungen hat.“ Man sollte sich die Unbedenklichkeit eines nachträglichen Einbaus schriftlich bestätigen lassen, schließlich habe man eine Menge Geld ausgegeben für den Boden.

Georg Huppmann erinnerte daran, dass die Gewährleistungszeit für den Hallenboden abgelaufen sei und man für die Halterungen eine neue Gewährleistung brauche. Auch Alfred Sahlender möchte schriftlich begründet haben, warum der Einbau jetzt funktionieren soll und seinerzeit nicht. Er kenne ähnliche Fälle, bei denen keine Probleme bekannt seien, sprach sich Thomas Lurz für eine Nachrüstung aus.

Mit einer Gegenstimme wurde die Entscheidung erst einmal bis zur nächsten Gemeinderatssitzung aufgeschoben.

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