Marktsteinach

Neubau statt Erweiterung

Großzügig überspannt ein Zeltdach den Kirchenraum.
Großzügig überspannt ein Zeltdach den Kirchenraum. Foto: Rita Steger-Frühwacht

Mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 15. Dezember, um 13.30 Uhr eröffnet die Pfarrgemeinde Marktsteinach das Jubiläumsjahr "50 Jahre neue Pfarrkirche". Sie wurde damals unter dem Motto "Christus ist der Eckstein" während der Amtszeit vom inzwischen verstorbenen Pfarrer Paul Nützel in Marktsteinach (1963-1976) errichtet.

Marktsteinach ist eine Pfarrei, der früher Nachbardörfer zugeordnet waren, so zum Beispiel Hausen. Bereits um 1200 datiert die erste Erwähnung der Pfarrkirche, die dem heiligen Bartholomäus geweiht war. In der Regierungszeit von Fürstbischof Julius Echter (1573 bis 1617) wurden vor allem der Chorraum und der Turm verändert.

Da Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre das Kirchenschiff besonders an Hochfesten nicht mehr Menschen fassen konnte, beschlossen die Pfarreimitglieder bei einem Pfarrfamilienabend mit dem damaligen Ortspfarrer Paul Nützel eine Kirchenerweiterung. Dieser Plan wurde wenige Jahre später verworfen. Vielmehr sollte die bestehende Kirche erhalten bleiben. Statt einer Erweiterung wurde jetzt ein Kirchenneubau, der der alten Kirche baulich angegliedert sein sollte, favorisiert. Die Einweihung der neuen Kirche mit über 400 Sitzplätzen erfolgte Ende Dezember 1969. Sie wurde nach den Plänen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel errichtet.

"Die Freude über das Jubiläum trüben Bauschäden am Kirchengebäude, die im Dachgestühl sichtbar sind", erklärt Diakon Frank Menig. Er verweist auf das derzeitige Baumoratorium der Diözese. Jedoch ist er sicher, dass eine Renovierung in einigen Jahren erfolgen wird, da die Marktsteinacher Kirche als ein zentrales Gotteshaus der Pfarreiengemeinschaft Maria Königin vom Kolben gesehen wird. Dazu zählen die Pfarrei Waldsachsen sowie die Filialkirchen Abersfeld, Löffelsterz und Rednershof mit insgesamt 1686 Pfarreimitgliedern. Zu den Sanierungsarbeiten kommt nach Meinung Menigs auch ein neuer Innenanstrich der Kirche.

Mit Weitblick wurde beim Bau der neuen Kirche ein Pfarrsaal im Untergeschoss mitgeplant, der viele religiöse Angebote, aber auch verschiedenen Vereinen eine Versammlungsmöglichkeit bietet. Vor Ort ist noch ein Pfarrbüro zu finden, das auf dem Areal des Pfarrhofes zusammen mit dem Pfarrhaus untergebracht ist.

Von Dezember 2019 bis Dezember 2020 wird zu einem Veranstaltungsreigen in und um die Kirche eingeladen. So wird heuer nach der Christmette am 24. Dezember bei weihnachtlicher Musik ein Beisammensein vor der Kirche vom Pfarrgemeinderat organisiert. Am Festtag des zweiten Ortspatrons, des heiligen Sebastian, am 19. Januar wird an diesem Sonntag zum ersten Mal ein Familiengottesdienst gefeiert. Ein Angebot für die Fastenzeit sind die Exerzitien im Alltag im März und am Ostermontag treffen sich die Kommunionjubilare. Mariensingen im Mai und der Festgottesdienst zum Kirchenpatrozinium Sankt Bartholomäus im August sind weitere Höhepunkte. Für eine Ausstellung mit Bildern und schriftlichen Zeugnissen der Dorfbevölkerung rund um die Kirche sucht die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christine Nicklaus noch Exponate. Mit einem Konzert in der Kirche schließt im Dezember 2020 das Festjahr.

Harmonisch schmiegt sich das Zeltdach an den Kirchturm aus der Echterzeit an.
Harmonisch schmiegt sich das Zeltdach an den Kirchturm aus der Echterzeit an. Foto: Rita Steger-Frühwacht
Am Eingang von neuer Kirche und Pfarrsaal grüßt eine Statue des Kirchenpatrons die Besucher.
Am Eingang von neuer Kirche und Pfarrsaal grüßt eine Statue des Kirchenpatrons die Besucher. Foto: Rita Steger-Frühwacht

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