Gerolzhofen

Neue Nutzung für die "Schwane" in Gerolzhofen

Zwei Unternehmer aus Gerolzhofen haben den alten Hotel-Gasthof "Zur Schwane" gekauft und werden ihn nun umbauen. Es entstehen kleine Wohnungen und eine Praxis.
Das komplette Areal des ehemaligen Gasthofs "Zur Schwane" in Gerolzhofen wird saniert und umgebaut. Der historische Gasthof von 1605 erhält dazu sechs Dachgauben. Im Erdgeschoss soll eine Praxis einziehen, im ersten Stock und im Dach entstehen Wohnungen. Foto: Klaus Vogt

In der Gerolzhöfer Innenstadt steht ein privates Großprojekt an: Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des ehemaligen Gasthofs "Zur Schwane" an der Ecke Rügshöferstraße/Entengasse und die nördlich angrenzenden ehemaligen Bettenhäuser werden saniert und umgebaut. Am Montagabend bekam der Stadtrat für das Projekt zwei Anträge auf Nutzungsänderung und Umgestaltung auf den Tisch. Beiden Anträgen wurde einstimmig das städtische Einvernehmen erteilt.

Das gesamte Areal gehört nach einem Eigentümerwechsel nun zwei Unternehmern aus Gerolzhofen.  Der eigentliche Gasthof, der laut Inschriftenstein zur Zeit Julius Echters im Jahr 1605 erbaut wurde, und die Gebäude im Hof des ehemaligen Gasthauses sollen nach dem Willen der Investoren einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Zwei Teilprojekte

Das Projekt ist in zwei Teile gegliedert, für die jeweils ein eigener Antrag eingereicht wurde. Zum einen geht es um die Gebäude im Hof. Zunächst werden hier ein altes Nebengebäude auf der Westseite, dann der jetzige Verbindungsbau zwischen Gasthof und Bettentrakt sowie ein weiterer kleiner Anbau zustimmungsfrei abgerissen. Die zwei verbleibenden Gebäude, der langgestreckte Bettentrakt und das Gebäude oben an der Nordseite, werden danach umgebaut und generalsaniert. Hier waren ursprünglich die Hotelzimmer der "Schwane", aber auch Mietwohnungen untergebracht. Geplant ist nun, dass in beiden Gebäuden insgesamt 13 neue Wohnungen entstehen.

In dem langgestreckten ehemaligen Bettenhaus sollen auf zwei Etagen acht kleine "Betriebswohnungen" mit Balkon entstehen, die laut Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann eine Größe etwa zwischen 20 und 45 Quadratmeter haben werden. Die Betriebswohnungen werden, so Hoffmann, für Mitarbeiter aus der Firma der Eigentümer, aber auch für andere Mitarbeiter von ortsansässigen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes bleiben laut Hoffmann die neun bestehenden Garagen erhalten. Insgesamt werden auf dem Grundstück im Hof dann 14 Stellplätze und neun Garagen ausgewiesen.

Im Hof der "Schwane": das kleine Häuschen (links) wird abgerissen. Der gelbe Anbau (rechts) am Gasthaus wird ebenfalls abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Aus dem ehemaligen Bettenhaus (Mitte) werden acht Betriebswohnungen mit Balkon entstehen. Foto: Klaus Vogt

Eigener Spielplatz

Im nördlichen Haus entstehen auf zwei Geschossen und unter dem Dach fünf größere Mietwohnungen. In der Ecke zwischen dem ehemaligen Bettenhaus und dem nördlichen Haus wird ein Aufzug gebaut, der beide Gebäude barrierefrei erschließt. Auf der hinter dem Nord-Haus gelegenen Gartenfläche zur Stadtmauer hin soll ein etwa 50 Quadratmeter großer privater Kinderspielplatz entstehen.

In dem anderen Bauabschnitt geht es um das Hauptgebäude des ehemaligen Gasthofs. Auch dieses Einzeldenkmal soll eine neue Nutzung erhalten. Ursprünglich war hier im Erdgeschoss die Gastronomie beheimatet, und im Obergeschoss waren einige Hotelzimmer. Im Erdgeschoss entstehen nun Räume für eine Arztpraxis, im Obergeschoss werden drei neue Wohnungen eingerichtet. An der Nordseite zum Hof hin erhält das Obergeschoss mit den Wohnungen zwei Balkone aus Stahl. Dazu werden drei Fenster in Türen umgewandelt.

Gauben auf das Dach

Das Dachgeschoss der ehemaligen "Schwane" wird ebenfalls ausgebaut und erhält eine weitere Wohnung mit Büro. Zur Belichtung erhält das Dach auf der Südseite sechs neue, kleine Satteldachgauben und auf der Hinterseite zum Hof hin drei solcher Gauben.

Um das historische Gasthaus barrierefrei erschließen zu können, wird an der Nordseite anstelle des jetzigen Zwischenbaus zwischen Gasthaus und Bettentrakt ein zweigeschossiger Neubau mit Flachdach entstehen, so Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann. Durch den Einbau eines Aufzugs sind dann alle Geschosse darüber barrierefrei zu erreichen. 

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