Schwebheim

Neue Variante zum Erhalt des alten Feuerwehrhauses

Neubau oder Sanierung und Erweiterung - das künftige Heim der Freiwilligen Feuerwehr beschäftigt den Gemeinderat bereits einige Zeit. Jetzt hat Gemeinderat Frank Böhm eine weitere Variante der Umgestaltung ins Spiel gebracht. Sein Anliegen ist es, den alten Standort zu erhalten.

Seine Idee: einen länglichen Anbau im Norden, der als Garage für die Fahrzeuge genutzt werden könnte. Der Anbau auf Höhe des Teichs würde vor dem Tor zu den Ortsgeschichtlichen Sammlungen enden. An der Seite bliebe noch genügend Platz für eine etwa drei Meter breite Straße zu den Ortsgeschichtlichen Sammlungen. Durch diesen Garagenanbau könnte der bestehende Teil des Feuerwehrhauses analog zu den bereits vorliegenden Plänen des Architekten Werner Lang für die Umkleiden genutzt werden.

Böhms Vorschlag löste kontroverse Diskussionen aus. Mario Söllner meinte, alles was am bisherigen Standort machbar sei, müsse geprüft werden, denn ein neues Feuerwehrhaus könnte die Gemeinde in den finanziellen Ruin treiben. Bürgermeister Volker Karb hatte sich bei anderen Gemeinden erkundigt und gehört, dass ein Neubau bei rund zwei Millionen Euro liege.

Laut Einschätzung von Bauamtsleiter Rudi Vogel könnte auch mit dieser Variante trotzdem noch eine zusätzliche Erweiterung in Richtung Kirchplatz notwendig sein, die dann allerdings wesentlich kleiner ausfallen würde. Er könnte sich auch vorstellen den Anbau in einer leichten Holzbauweise zu realisieren, so dass der dörfliche Charakter erhalten bliebe. Britta Ritter und Jutta Keller hatten bezüglich des Ortsbildes Bedenken geäußert.

Peter Guse hielt diesen Anbau nicht für genehmigungsfähig, da sich die Ausfahrtswege der Fahrzeuge vor dem Feuerwehrhaus kreuzen würden, was unter den Vorgaben des Unfallschutzes nicht sein dürfe. Karb begrüßte es grundsätzlich, nun vier mögliche Varianten für den Um- bzw. Neubau eines Feuerwehrhauses zu haben. Alle Varianten müssten nun umfassend geprüft werden, bevor der Gemeinderat eine Entscheidung treffe. Die Verwaltung wird nun die neue Variante von Böhm sowohl baulich als auch in Bezug auf die Einhaltung des Unfallschutzes vom Architekten prüfen und die Kosten berechnen lassen.

Guse stellte daraufhin den Antrag, eine Machbarkeitsstudie für den Neubau eines Feuerwehrhauses auf dem ehemaligen Gärtnereigelände in Auftrag zu geben. Dabei sollten auch zukünftig mögliche Synergieeffekte mit dem Bauhof untersucht werden. Vor allem aber sollten belastbare Kostenschätzungen vorliegen.

Das alles werde sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen, meinte Karb. Er sah die vorrangige Aufgabe der Verwaltung nun darin, Informationen zu sammeln und die Varianten auch von den entsprechenden Stellen wie dem Denkmalschutz und der kommunale Unfallversicherung prüfen zu lassen. Die Ergebnisse sollen im nächsten Jahr die Grundlage für eine Entscheidung sein.

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