Gerolzhofen

Neuer Wohnraum in der Altstadt und Baulücke geschlossen

Der Gerolzhöfer Stadtrat signalisiert sein Einverständnis für zwei Bauprojekte, die für eine Verdichtung der Wohnbebauung sorgen werden.

In der Salzstraße 25 (ehemaliges Anwesen der Familie Mattmann) möchten die neuen Eigentümer im Hofbereich an der inneren Stadtmauer ein Einfamilienhaus bauen. Der Bauantrag hatte bereits in der Sitzung vom 27. Mai 2019 die einhellige Zustimmung des Stadtrates gefunden. Am Montagabend wurde dem Stadtrat nun eine leicht abgeänderte Planung vorgelegt. Auch diesmal signalisierte das Gremium einstimmig seine Zustimmung.

Der Neubau soll als zweigeschossiger Satteldachbau mit Firstrichtung parallel zur Stadtmauer errichtet werden. Jetzt gibt es im Vergleich zum ersten Bauplan eine veränderte Fensteraufteilung im Erdgeschoss sowie einen verkleinerten Durchgang zum Carport. Im Obergeschoss wird die ursprünglich geplante westliche Terrasse jetzt durch Wohnraum ersetzt, das Satteldach wird daher bis zum westlichen Nachbar verlängert. Die Änderungen seien mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Vorfeld besprochen worden und würden auch begrüßt, sagte Bürgermeister Thorsten Wozniak.

Torbogen ist zwischengelagert

Auf Nachfrage der Redaktion teilte die Stadtverwaltung mit, dass der historische Torbogen an der Einfahrt zu dem Anwesen nach Rücksprache und Genehmigung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt wegen der Baumaßnahmen vorübergehend abgebaut wurde und derzeit zwischengelagert wird. Die Genehmigung dazu wurde am 25. April 2019 erteilt. Der Abbau, die Lagerung, die eventuelle Restaurierung und der Wiedereinbau werden gemäß Auflagen durch einen Fachbetrieb des Naturstein-Restauratorenhandwerks begleitet und vorgenommen.

Bei einer Gegenstimme von Johannes Roth (Freie Wähler) erteilte der Stadtrat sein Einvernehmen auch für ein Bauprojekt in der Schwarzenbergstraße, das eine langjährige Baulücke schließen wird. Dort ist geplant, ein Einfamilienwohnhaus mit Einliegerwohnung sowie ein Carport für zwei Pkw zu errichten.

Ursprünglich abgelehnt

In der Sitzung vom 18. März 2019 hatte der Stadtrat den Antrag noch einstimmig abgelehnt, weil das Haus zuerst ein flaches Dach bekommen sollte. Jetzt ist eine erdgeschossige Bauweise ohne ausgebautes Dachgeschoss vorgesehen, das Haupthaus erhält ein Satteldach mit einer Dachneigung von 27 Grad. Der Anbau mit Einliegerwohnung erhält ein Satteldach mit einer Dachneigung von 40 Grad. Das angrenzende Carport wird mit einem leicht geneigten Satteldach von fünf Grad hergestellt. Der Stadtrat akzeptierte durch seinen Beschluss bei der Dachneigung zugleich einige Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

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