Schwanfeld

Neujahrsempfang: Am Kembach zählt auch das Unzählbare

Beschwingt ins neue Jahr 2020 (von links): Zweite Bürgermeisterin Doris Neuhoff, BRK-Kreisvorsitzender Hartmut Bräuer, die Geehrten Peter Klein, Roland Müller, Christa Birkhofer-Wirth, Paul Jonas, Helmut Römmelt und Lea Aulbach, Landrat Florian Töpper sowie Bürgermeister Richard Köth. Foto: Uwe Eichler

Auch in Schwanfeld ist 2020 Wahljahr. "Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten", zitierte Bürgermeister Richard Köth (augenzwinkernd) Loriot beim Neujahrsempfang im Bürgerzentrum: "Sie sind tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Heimlich, still und leise will der Rathauschef, der nach zwölf prägenden Jahren nicht mehr antritt, den Bürgermeister-Sessel im Mai aber nicht verlassen.

Seine letzte Neujahrsrede im Amt drehte sich um eine ganze Ära: Sei es um die Dorferneuerung mit dem "Platz für Alt und Jung", Infrastruktur- und Sanierungsprojekte, vom Trinkwasser bis zum Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft, den Windlehrpfad oder das zehn Jahre alte Bandkeramiker-Museum. "Wir sind auf dem richtigen Weg ", stellte Köth fest, 1248 Jahre nach der Ersterwähnung des ältesten Dorfs Deutschlands, und meinte damit nicht nur Materielles. "Nicht alles, was zählt, ist zählbar, nicht alles, was zählbar ist, zählt": Dieses Zitat stammte von Albert Einstein.

Köth schlug vor den (Ehren-)Gästen den Bogen von der großen Politik auf die kommunale Ebene: "Der Klimawandel zeigt in Unterfranken erste Auswirkungen." Anschläge wie in Halle zeigten die Zerbrechlichkeit von Demokratie und Gesellschaft. Die reine Negativ-Kritik nehme zu, soziale Netzwerke seien nicht immer sozial, in Zeiten der "Ichlinge". Dennoch sieht Köth, der 2019 die Rekordzahl von elf Paaren getraut hat, viele positive Tendenzen. Sein Dank galt Mitgestaltern, Bürgern und nicht zuletzt Ehefrau Anita: "Das Herz wird weiterhin für meine Gemeinde schlagen." 

"Diese Gemeinde ist trotz Museum kein Museumsort", bescheinigte Landrat Florian Töpper seinem Politikkollegen. Auch auf Gemeindeebene werde im Kreis vorbildlich gewirtschaftet. Gesundheitsfürsorge, Mobilität, "Work-Life-Balance" seien Zukunftsthemen auf dem Land. Kreischef Hartmut Bräuer sprach Grußworte fürs BRK, dessen Schwanfelder Bereitschaft mit "Helfer vor Ort"-Fahrzeug am Haus ihrem Namen alle Ehre machte. Zweite Bürgermeisterin Doris Neuhoff übernahm die Schlussworte: Nach fast 24 Jahren im Gemeinderat geht mit ihrer Amtszeit auch diese Tradition zu Ende.   

Noch einmal übernahm Bürgermeister Köth die Ehrungen. Schützin Lea Aulbach ist deutsche Rekordhalterin U17 mit dem Langbogen. Robin Hood Konkurrenz macht auch Vereinskollege Helmut Römmelt, der den Langbogen-Rekord der Herren Ü55 erzielte. Paul Jonas wurde als "technischer Direktor" des Bandkeramik-Museums gewürdigt, wo Roland Müller eifrig mitwirkt, der sich ebenso um die Erinnerungskultur rund um den israelitischen Friedhof verdient gemacht hat.

Die Gästeführer Christa Birkhofer-Wirth und Heinz-Ludwig Wirth sind quasi "Abt und Äbtissin" des ehemaligen Klosters Heiligenthal. Petra Schmid ist bei Führungen, bei der VHS und auf dem Jahrmarkt aktiv. Peter Klein erhielt den Ehrenteller für mehr als 20 Jahre Kassenverwaltung bei der KAB. Umrahmt wurde die Feierstunde von den flotten Klängen der "Sound Connection Schwanfeld".  

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schwanfeld
  • Uwe Eichler
  • Albert Einstein
  • Bürger
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Demokratie
  • Florian Töpper
  • Gebäude
  • Hartmut Bräuer
  • Infrastruktur
  • Klöster
  • Landräte
  • Loriot
  • Mobilität
  • Paul Jonas
  • Peter Klein
  • Richard Köth
  • Robin Hood
  • Roland Müller
  • Technik
  • Äbtissinen und Äbte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!