NIEDERWERRN

Niederwerrn: Bärmann und Schnös in der Stichwahl

„Die Entscheidung fällt am 30. März“ - mit diesen Worten kündigt Peter Seifert die Stichwahl an, bevor er kurz vor 19 Uhr die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen bekannt gibt. Der Wahlkampf sei ebenso intensiv wie fair gewesen, so Seifert in der Schulaula. Das Spiel um seine Amtsnachfolge geht aber in die Verlängerung: Bettina Bärmann (Freie Wähler) zieht mit rund 34 Prozent der Stimmen als Favoritin in die Stichwahl, der junge CSU-Herausforderer Maximilian Schnös schafft auf Anhieb fast 28 Prozent. Die beiden Oberwerrner Kandidaten Thomas Wohlfahrt (SPD) und Norbert Hart (CWVO) landen mit rund 20,7 Prozent (Wohlfahrt) beziehungsweise 17 Prozent (Hart) auf den Plätzen. Zuvor herrschte eine Stunde lang angespannte Wartesaal-Atmosphäre. Einziger Aufreger war ein Flyer des Arbeitskreises „Kein Verkauf des gemeindlichen Kanalnetzes“, der noch am Freitag in die Briefkästen geflattert war – mit Protest gegen „Gebührenerhöhungen“ beim Abwasserzweckverband. Unter anderem hatte die Niederwerrner CSU-Fraktionsspitze dazu aufgefordert, das Verhalten der Freien Wähler und der CWVO bei der Wahl „zu bedenken“. Bettina Bärmann und Norbert Hart kritisierten den Brief unisono als Aufforderung zur „Abstrafung“ an der Wahlurne. Die CSU wäre seinerzeit auch „beteiligt“, ihr Protest verspätet gewesen, so Bärmann, die Auswirkungen des Schreibens auf die Stichwahl nicht ausschließen wollte. Wenig später trafen dann Thomas Wohlfahrt und ein recht entspannt wirkender Maximilian Schnös ein. „Ich habe mich komplett abgeschottet“, so der 27 Jahre junge CSU-Herausforderer. Um so größer dann die Freude ob der Zweitplatzierung: „Von der Stimmung her war das absehbar, aber ich muss das erst mal realisieren“. Für Bettina Bärmann gab es bereits Blumenstrauß und erste Gratulationen: „Ist zu schaffen“, meinte die Freie Wählerin zur Stichwahl in zwei Wochen. Enttäuscht sei sie aber über die geringe Wahlbeteiligung bei einer Gemeindewahl, von rund 56,6 Prozent. Auf jeden Fall enttäuscht zeigte sich SPD-Mitbewerber Wohlfahrt, der auf die fehlende Erfahrung des CSU-Kandidaten verwies. In Sachen AZV habe eigentlich die SPD die richtigen Fragen gestellt, mit Blick auf die Wasserversorgung und die Kanalanlagen der Conn Barracks. Eine Wahlempfehlung für die Stichwahl wollte seine Fraktion in diesem Moment aber nicht abgeben. Auch für „Nachzügler“ Norbert Hart ist alles noch „zu frisch und zu früh“, um eine Wahlempfehlung zu geben. Es sei klar gewesen, dass es für ihn „ganz schwer“ werden würde, so Hart. In den nächsten Tagen werde es eine außerordentliche Mitgliederversammlung der CSU Oberwerrn geben, so der Ortsverbandsvorsitzende, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

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