Schweinfurt

Nigeria als Schwerpunkt der Hilfe

Das Trinkwasser in Nigeria muss oft kilometerweit von Flüssen in die Dörfer getragen werden. Kinder erhalten nicht die eigentlich nötige Schulbildung, weil das Schulgeld für die Eltern unbezahlbar ist, so eine Pressemitteilung. Frauen haben nicht die Chance, angemessene Arbeit zu finden. Die Kirchengebäude in Nigeria sind oft in einem desolaten Zustand – der Gottesdienst muss immer wieder in feuchten Kirchen stattfinden.

„Wir fördern Projekte in den Gemeinden unserer ehemaligen Priester. In den letzten Jahrzehnten waren im Bereich der Pfarreiengemeinschaft Luisenhöhe Priester aus der demokratischen Republik Kongo, aus Indien und aus Nigeria tätig. Hierdurch haben sich Freundschaften entwickelt und neue Sichtweisen auf den Alltag in diesen Ländern ergeben. Unsere Vision ist es, das Leben unbürokratisch und konkret vor Ort für die Menschen besser zu machen,“ sind sich die Gründer des Fördervereins “Freundeskreises Eine Welt-Pfarreiengemeinschaft Luisenhöhe e. V.“ einig.  Acht  gleichgesinnte Mitstreiter in der Pfarreiengemeinschaft Luisenhöhe - bestehend  aus den Pfarreien St. Peter und Paul Hergolshausen, St. Michael Schwanfeld, Kuratie Allerheiligen Theilheim, Pfarrei St. Jakobus d. Ältere Waigolshausen, und der Pfarrei St. Johannes der Täufer Wipfeld - haben den Verein ins Leben gerufen. Schwerpunkt der Hilfe ist aktuell Nigeria.

Einige Projekte sind dank großzügiger Spender bereits realisiert worden. So konnte ein Brunnen im Dorf von Pfarrer Anthony in Nigeria gebaut werden. Die Dorfbewohner haben jetzt endlich sauberes Trinkwasser. Außerdem müssen die Frauen jetzt nicht mehr kilometerlange anstrengende Fußmärsche zum nächsten Fluss auf sich nehmen, um dort Trinkwasser zu schöpfen.

Im Rahmen des Bildungsprojekts ermöglicht Pfarrer Anthony Kindern aus seinem Heimatort eine Schulbildung auf nicht staatlich Schulen. „Der Unterricht an staatlichen Schulen ist oft mangelhaft“ so Pfarrer Anthony. „Die Lehrer werden vom Staat oft nur unregelmäßig oder nur unzureichend bezahlt. Unterrichtsausfälle sind die Folge.“ An den kirchlichen Schulen, die vom Freundeskreis durch die Finanzierung des Schulgeldes für die Kinder unterstützt werden, findet regelmäßiger Unterricht von engagierten Lehrern statt. Dieses Bildungsprojekt ist dem Freundeskreis besonders wichtig. Der Freundeskreis unterstützt derzeit 18 Kinder: neun haben in den letzten beiden Jahren ihr Abitur gemacht und studieren derzeit, fünf Kinder konnten im September mit dem Schulbesuch beginnen. Nachdem der Schulunterricht oft in viel zu kleinen Klassenzimmern stattfindet ist in absehbarer Zeit geplant ein Grundstück für den Bau eines Schulgebäudes zu erwerben.

„Die Unterstützung von Frauen ist uns sehr wichtig“ so  die Vorsitzende Rita Stein. Oft sind es die Frauen, die verantwortungsvoll die zur Verfügung stehenden Mittel für ihre Familie einsetzen. Mit der Vergabe von Kleinkrediten an die Frauen wird z. B. der Erwerb von Saatgut oder der Aufbau eines kleinen Geschäftes zum eigenen Lebensunterhalt unterstützt und gleichzeitig die Versorgung der Menschen im Dorf verbessert – hier lautet das bewährte Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Erst kürzlich wurde die Reparatur des Kirchendaches in der Pfarrei von Pfarrer Maurice abgeschlossen. „Es gibt also immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen“ so der zweite Vorsitzende Hans Ulrich Hutten. „Es gibt uns aber auch ein tolles Gefühl, konkret etwas tun und bewirken zu können. Man steht nicht am Rand und fühlt sich irgendwie passiv, sondern man kann aktiv und ganz konkret helfen.“ 100 Prozent der eingehenden Mittel fließen in die Projekte und die konkrete Unterstützung der Menschen vor Ort. Alle Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben werden vom Verein ehrenamtlich geleistet.

Der Verein freut sich also auf weitere Unterstützung für dringend notwendige Projekte in Nigeria, besonders für das Bildungsprojekt. Spenden können Sie auf das Konto bei der Sparkasse Schweinfurt, IBAN: DE85 7935 0101 0021 6878 68, BIC: BYLADEM1KSW. Unter www.verein-einewelt.de gibt es weitere Informationen zu den Projekten und den Fördermöglichkeiten. 

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