DITTELBRUNN

„Nix für ungut“ krumm genommen

Einen erneuten Schlagabtausch gab es am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung zwischen Bürgermeister Willi Warmuth (CSU) und Herausforderer Udo Jablonski von der Unabhängigen Fraktion. Grund war eine Veröffentlichung im Amtsblatt Nr. 4.

Unter der Rubrik „Nix für ungut“ hatte Warmuth, ohne Namensnennung, Jablonskis Verhalten auf „Facebook“ kritisiert. Im Internet hatte sich ein Bürger über die umstrittene Entscheidung des Gemeinderats für ein Seniorenzentrum am Sonnenteller mokiert. Dabei waren auch Worte wie „dämliche Idee“ und „Blödsinn“ gefallen.

Jablonski hatte in seinem Kommentar prinzipiell zugestimmt („Genau unsere Worte“), allerdings später darauf hingewiesen, dass man eine demokratische Abstimmung erst einmal akzeptieren und nach einer Lösung suchen müsse, die allen gerecht werde.

Warmuth wiederum äußerte im Amtsblatt Unverständnis, dass ein Gemeinderatskollege dem Vorwurf des Blödsinns „aktiv“ zustimme, wenn die Arbeit des ehrenamtlichen Gemeinderats kommentiert werde. Bei der Nutzung sozialer Medien setze er ein gewisses Maß an „Hintergrundwissen“ und „Respekt“ voraus.

Bürgermeisterkandidat Jablonksi sah in seiner „Anprangerung“ durch den Bürgermeister nun einen Missbrauch des Amtsblatts durch den Bürgermeister und Wahlkampf. Es habe einmal geheißen, dass derartige Vorwürfe zunächst nichtöffentlich erhoben werden sollten. Er werde Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde einreichen.

Tempo 30 wird ausgedehnt

Anderes Thema: In Holzhausen soll aus dem durchfahrenden Verkehr die Geschwindigkeit herausgenommen werden. Der Siedlerweg und die Webergasse werden nun ebenfalls Tempo-30-Zone, beschloss der Gemeinderat.

Mit dieser Geschwindigkeitsbegrenzung südlich der SW 19 griff der Gemeinderat einen Wunsch aus der Bürgerversammlung auf. Für den Bereich nördlich der Kreisstraße besteht bereits seit längerem ein Tempolimit.

Gebilligt wurde die Satzung zur dritten Änderung des Bebauungsplans „An der Maibacher Straße“ Hambach. Bei den öffentlichen Einwendungen ging es vor allem um die beabsichtigte Schaffung einer Ausgleichsfläche am Steinbruch bei Holzhausen, auf Gemeindegrund. Die Gemeinde will daran festhalten, die Fläche sei als Teil ihres Ökokontos erworben worden. Ein Abbau von Bodenschätzen sei dort nicht mehr zu erwarten.

Eine persönliche Warnung an alle Bürger gab es von Gemeinderätin Heike Munz: Sie habe seltsame Markierungen an ihrem Haus entdeckt und die Polizei verständigt. Es könne nicht ganz ausgeschlossen werden, dass derzeit Kriminelle „Gaunerzinken“ an Dittelbrunner Häusern anbringen. Das sind Kreidezeichen, mit denen Einbrecher Gebäude für ihre Kollegen markieren, um mitzuteilen, mit welcher Masche sie zum Erfolg kommen.

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