Oberschwarzach

Noch keine Maßnahmen gegen den Schwammspinner

Um eine Einschätzung für die gefährdeten Flächen zu erhalten, wurden vierzehn Trakte in den unterschiedlichen Regionen des Oberschwarzacher Gemeindewalds begutachtet.
Um eine Einschätzung für die gefährdeten Flächen zu erhalten, wurden vierzehn Trakte in den unterschiedlichen Regionen des Oberschwarzacher Gemeindewalds begutachtet. Foto: Gudrun Theuerer

Noch will man in Oberschwarzach davon absehen, mit Pflanzenschutzmitteln gegen den Schwammspinner im Wald vorzugehen. Das entschied der Marktgemeinderat von Oberschwarzach in seiner jüngsten Sitzung. Zuvor hatte Revierförster Tobias Hahner über die aktuelle Situation berichtet und dabei auch die Biologie des Nachfalters und die Einflussfaktoren auf die Vermehrung vorgestellt.

Um eine Einschätzung für die gefährdeten Flächen zu erhalten, wurden 14 Trakte mit je zehn Bäumen in den verschiedenen Waldregionen und in der Nähe der Weinberge begutachtet, berichtete Hahner. Das Ergebnis ist, dass aktuell lediglich ein Trakt mit erhöhten Raupen/Blattmasse-Verhältnissen zu finden war und somit nur für diesen ein erhöhtes Gefährdungsrisiko bestehe. Da man auch Abstandsflächen zum Waldrand einhalten müsste, wäre die potentielle Behandlungsfläche für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gering. Hahner schlug daher vor, dass man heuer noch vom Einsatz von Pflanzenschutzmitteln absehen könne. Der Marktgemeinderat stimmte dem zu.

Bei den Bau- und Grundstücksangelegenheiten gewährte der Marktgemeinderat in vier Fällen Befreiungen vom Bebauungsplan. Einer wurde abgewiesen. Ein Bauherr wurde von der Grünordnung befreit, so dass er die zu pflanzenden Bäume an einer anderen Grundstücksstelle pflanzen darf.

Beim nächsten Antrag ging es ebenfalls um ein Bauvorhaben in Oberschwarzach. Nachdem der Bauherr auf die Fassadenverkleidung mit Klinker verzichtet hat, gewährten die Räte mit einer Gegenstimme die Ausnahmen vom Bebauungsplan im Hinblick auf die Dachneigung von 25 Grad, dem Flachdach auf der Garage und einem Kniestock von 1,85 Metern Höhe. Auch wenn für drei Marktgemeinderäte die Charakteristika des Baugebietes verloren gehe, stimmte man am Ende mit 7:3 Stimmen dafür, dass diesmal ebenfalls mit zwei Vollgeschossen, einer Dachneigung von 22 Grad und einer Flachdachgarage gebaut werden darf.

Weitere Befreiung gab es dann für den Bau eines Einfamilienhauses in Oberschwarzach mit 7:3 Stimmen. Auch hier wurde die Höhe des Kniestocks von 2,25 m befreit sowie die Dachneigung von 25 Grad und das Flachdach auf der Garage.

Mit dem Bau eines Blockbohlenhauses in Breitbach konnte sich der in Bauangelegenheiten sonst durchaus liberal agierende Marktgemeinderat allerdings nicht anfreunden. Neben der gewünschten Eindeckung mit Holzschindeln statt Ziegeln und einem Kniestock von 1,30 Meter störten sich die Räte vor allem an der Optik und geplanten Größe des Objektes. Mit der Holzoptik und der Grundfläche von sechs auf 8,70 Meter wirke das Haus eher wie eine Gartenhütte als ein Wohnhaus und würde damit auch der Größe des Grundstückes nicht gerecht, so die Meinung der Mehrheit. Die Voranfrage wurde daher einstimmig abgelehnt.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Umstrukturierung der Region Main-Steigerwald. Der Markt erkannte die durchgeführte Evaluierung für die Neuorganisation der Allianz an. In Zukunft wird es den Teilbereich "Steigerwald" geben mit den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen und den Teilbereich "Mainschleife" mit den restlichen Gemeinden der bisherigen Allianz sowie zusätzlich der Stadt Volkach und den Gemeinden Sommerach und Nordheim.

Zum geplanten Generationplatz gab es zu berichten, dass die Arbeiten am Montag, 9. März, beginnen und bis Anfang Juni abgeschlossen sein sollen. Lediglich die Pflanzungen werden dann noch im Herbst erfolgen.

Zum Abschluss der Sitzung informierte Bürgermeister Manfred Schötz noch darüber, dass es eine Nachfrage von den Staatsforsten bezüglich des geplanten Vodafone-Funkmastes gegeben habe. Man hätte wissen wollen, ob es hier weitergehe. Über die schriftliche Antwort informierte Schötz ebenfalls. In dieser hatte das Ortsoberhaupt die Frage verneint und dem Staatsforsten zusätzlich vorgeschlagen, den Vertrag mit Vodafone besser zu kündigen.

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