GEROLZHOFEN

Noch mehr Außenwerbung fürs Bad

Immer noch viel Arbeit im Bad: Der Bauausschuss des Stadtrats inspiziert die Lage kurz vor Eröffnung der Freibadsaison. Foto: Norbert Finster

Wenige Wochen vor der Eröffnung der Freibadsaison am 16. Mai sieht es im Außenbereich des Geomaris immer noch sehr nach Baustelle aus. An vielen Stellen schaut noch der nackte Boden heraus. Im Nichtschwimmerbecken sind die Ausbesserungsarbeiten noch in vollem Gang.

Dieses Bild bot sich dem Bau- und Umweltausschuss bei seinem Rundgang am Dienstagnachmittag. Der Ausschuss arbeitete dabei hauptsächlich eine Aufgabenliste von Thomas Vizl ab, auf der einige Punkte schon erledigt sind, andere aber noch offenstehen.

So wünscht Vizl im Eingangsbereich noch mehr Informationen über die Stadt und Veranstaltungen in Gerolzhofen. Stadtbaumeister Jens Pauluhn berichtete, dass die Leiterin der Tourist-Info, Beate Glotzmann, im Moment mit dem Entwurf eine Info-Stele beschäftigt ist. Betriebsleiter Wolfgang Schulz erklärte, alle Werbeflächen im Bad seien mittlerweile verkauft.

In die Damenduschen kommen noch zwei Trennwände, um weibliche Badegäste vor unerwünschten Blicken zu schützen. Der Treppenabgang zum Solebecken soll wärmer und freundlicher werden, sobald ein funktionierender Treppenlift da ist.

In der Sommerumkleide sind bereits 120 Spinde aufgestellt. Dieser Bau soll weitgehend erhalten bleiben, auch wenn bald eine Erneuerung der Wasserleitungen für die Duschen fällig werden wird. Pauluhn zur Forderung einiger Stadträte, die Umkleide komplett zu erneuern: „Da wären wir ganz schnell im sechsstelligen Kostenbereich.“

Ein barrierefreier Zugang vom Eingang bis in den Schwimmerbeckenbereich ist nur auf Umwegen möglich, denn der Weg darf wegen der Rollstuhlfahrer nicht steiler als sechs Prozent sein. Zwischen Becken und Liegewiese, wo jetzt noch blanker Boden ist, soll Rollrasen verlegt werden.

Bestandsplan würde Geld kosten

Rainer Krapf forderte einen Bestandsplan für die Außenanlagen, damit es sich nicht wiederholt, was diesmal bei den Bauarbeiten passierte. Da verzögerten dicke Betonschichten im Untergrund die Bauarbeiten. Dass dieser Beton im Boden liegt, war nicht bekannt. Dazu Pauluhn: Ein Leitungsplan sei da und ausreichend, ein richtiger Bestandsplan müsste an ein Büro vergeben werden und das koste wieder Geld.

Das Kneipp-Becken ganz im Osten der Außenanlage ist inzwischen eingeebnet. Die Fläche und der Umgriff werden noch aufgehübscht. Fertig ist das kombinierte Beach-Volleyball- und Fußballfeld. Hier müssen sich die Nutzer einigen, was gespielt wird. Die Vorrichtungen für beide Sportarten sind jedenfalls montiert. Der Beckenkopf im Nichtschwimmerbecken ist erneuert. Die früher vorhandene Stolperkante gibt es jetzt nicht mehr. Gut macht sich der Holzbelag am Treppenaufgang vom Schwimmerbecken zur Terrasse. Das war eine Idee von Rainer Krapf.

Ein weiterer Wunsch Thomas Vizls ist es, die Allee wieder aufzuwerten, die während der Arbeiten im Bad als Baustraße genutzt wurde. Die schweren Fahrzeuge haben den Boden verdichtet, was für die alten Lindengefährlich werden könnte. Jens Pauluhn sicherte zu, dass der Boden wieder gelockert wird. Markus Reuß schlug vor, mit großen Steinen auf den Rasenflächen zu verhindern, dass diese als Parkplätze missbraucht werden.

Schließlich bat Thomas Vizl darum, sich Gedanken über einen sicheren Übergang über die Dingolshäuser Straße zwischen Geomaris und Geomed zu machen. Der sei momentan nicht gewährleistet. Im Winter sei es im Eingangsbereich des Bades zu dunkel. Auch hier müssten mehr optische Hinweise aufs Bad kommen.

Nur Katzenwäsche nach Schulsport

Zweite Vorort-Station war der Dusch- und Waschraum der alten Schulturnhalle am Lülsfelder Weg. Hier ist die sanitäre Einrichtung völlig veraltet. Hausmeister Klaus Müller berichtet, Duschen sei für Schüler nicht möglich, weil der Luftaustausch im Raum nicht funktioniere. So bleibe es bei einer Katzenwäsche nach dem Sportunterricht.

Auch für die Nutzer von Vereinen steht nur eine Dusche zur Verfügung. Dafür ist aber, wie Johannes Roth erwähnte, der Mietpreis für die Halle sehr günstig. Eine Besserung der Zustände ist kurzfristig nicht zu erwarten, denn laut Bürgermeister Thorsten Wozniak stehen keine Mittel im Haushalt 2015.

Einstimmig entschied der Ausschuss, die 13 bisherigen Hochdruck-Quecksilberdampflampen in der Laurenzistraße, Am Hohlweg, Am Dammholz und in den Dorfäckern gegen LED-Leuchten auszutauschen. Die Kosten betragen 7270 Euro. Weil hier nicht nur das Leuchtmittel, sondern der ganze Leuchtkopf ausgewechselt werden und weil seit 1990 nichts mehr an den Lampen gemacht worden ist, werden die Anwohner wohl zu einer Umlage herangezogen.

Wie hoch die sein wird, konnte er aktuell nicht sagen. Betroffen sind 36 Anlieger. Der bisherige Leuchtentyp darf seit April 2015 nicht mehr in den Handel gebracht werden, weil er zu uneffizient ist. Die ÜZ kann deshalb keine HQL-Lampen mehr erneuern.

Der Werkraum an der Grundschule wird vergrößert. Dazu bedarf es einer Tragwerksplanung, die der Ausschuss an das Büro Fischer Ingenieure in Kitzingen vergab.

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