OBERSCHWARZACH

Nordbayerns Förster diskutieren

Anlässlich der gemeinsamen Bezirksversammlung Unterfranken und Oberfranken des forstlichen Berufsverbandes BDF trafen sich rund 180 Forstleute aus ganz Nordbayern im Steigerwaldzentrum im Oberschwarzacher Ortsteil Handthal (Lkr. Schweinfurt).

Neben berufspolitischen Themen stand das Bild der Förster und der Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit auf der Tagesordnung. In einer prominent besetzten Talkrunde stellten sich der Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU), der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer und Ministerialrat Hermann Hübner von der Bayerischen Forstverwaltung den Fragen der Beschäftigten. Moderiert wurde die Runde durch die Bezirksvorsitzenden Hubert Feuchter und Bernd Lauterbach.

Stellenabbau geht weiter

Natürlich interessierten die Beschäftigten Aussagen zu den Zielen des geforderten Stellenabbaus am meisten. Aus Sicht des Innenministeriums antwortete Gerhard Eck, dass dies nur „bis zu einem gewissen Punkt gehen könne und die Kompetenz nicht verloren werden darf“.

Hermann Hübner sieht für die Forstverwaltung aufgrund eines Ministerratsbeschlusses noch eine Bringschuld von rund 100 Stellen, der „Zeitraum wird aber möglicherweise bis 2022 gestreckt“, und Martin Neumeyer sieht die Abbauziele weitgehend erreicht und will den Personalbedarf in einem „Nachhaltigkeitskonzept“ entwickeln.

Klar bekannte sich der Vorstandsvorsitzende dabei zu den Forstrevieren, deren Anzahl er unbedingt halten will. Die größte Herausforderung sieht er im Generationswechsel. Daher werde die Bayerische Staatsforsten in den nächsten Jahren auch „etwas über Bedarf einstellen“, um weiterhin „den Förster vor Ort“ gewährleisten zu können.

Große Gemeinsamkeit aller Beteiligten zeichnete sich bei der Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit ab. Hier sollen mit Priorisierung und Arbeitsschwerpunkten das Bild der Forstleute verbessert und die nachhaltige und integrative Waldnutzung breiten Gesellschaftsschichten vermittelt werden. „Es gibt keine besseren Botschafter für den Wald als die im Forst Beschäftigten“, so Martin Neumeyer. Diese Herausforderung wollen alle Förster in einem gemeinsamen Dialog anpacken.

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