WERNECK

Note drei für die Finanzen im Markt

Zum letzten Mal hat der scheidende Kämmerer Rudi Krispin dem Gemeinderat einen Bericht zur aktuellen Haushaltslage des Marktes Werneck vorgelegt. Und der fällt insgesamt ganz gut aus: Die Finanzlage des Marktes hat sich insgesamt zufriedenstellend entwickelt, sagt Krispin, der einen „ordentlichen Jahresabschluss“ und eine „ordentliche Zuführung“ zur Rücklage erwartet, die sich aktuell auf zwei Millionen Euro beläuft.

Im Verwaltungshaushalt würden nach Lage der Dinge die Haushaltsansätze annähernd erreicht, so Krispin. Erfreulich entwickelt sich die Gewerbesteuer – und das trotz des Wegfalls eines potenten Steuerzahlers. Verbucht wird eine Steigerung der Einnahmen um 400 000 Euro auf 1,8 Millionen. Die beiden ersten Vierteljahresraten bei der Einkommenssteuer beliefen sich auf 2,071 Millionen Euro, vier Millionen sind im Haushalt des Marktes angesetzt gewesen.

Im Vermögenshaushalt, über den Investitionen abgewickelt werden, sind laut Kämmerer rund 60 Prozent der Haushaltsansätze umgesetzt. Verschiedene Investitionen konnten noch nicht in Angriff genommen werden. An Fördergeldern stehen insbesondere noch 500 000 Euro für den Kreisel beim Gewerbegebiet A 70 und 350 000 Euro für die Neugestaltung des Balthasar-Neumann-Platzes aus. Noch in der europaweiten Ausschreibung befindet sich das Drehleiterfahrzeug für die Wernecker Wehr, für das noch 593 000 Euro im Haushalt eingeplant sind.

In Sachen Bauplatzverkäufe rechnet der Markt mit Einnahmen von 350 000 Euro. Bei 208 000 Euro ist man derzeit. Drei Bauplätze stünden aber vor der Verkaufsbeurkundung und sollen weitere 142 000 Euro bringen, so Krispin. In der Schwebe befinde sich die Spielothek im Gewerbegebiet an der A 70, da sich „offensichtlich die gesetzlichen Rahmenbedingen geändert“ haben. Ob die Einnahmen von 147 000 Euro aus dem Grundstücksverkauf noch fließen, sei deshalb fraglich. Beim Verkauf gemeindlicher Immobilien wurde dagegen ein Überschuss von 224 000 Euro gegenüber dem Ansatz von 200 000 Euro erzielt.

Wissen wollte in der Gemeinderatssitzung Birgit Schmitt, ob das Geld aus den Wohnungsverkäufen gezielt zurückgestellt werde. Beschlusslage sei, dass die Einnahmen, „mittlerweile schon bald ne Million“, für die Sanierung weiterer Immobilien genutzt werden. Laut Kämmerer Krispin soll nur eine allgemeine Rücklage angelegt werden, möglich sei aber ein zweites Sparbuch. Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl erklärte, künftig sollen die Mittel „schwarz auf weiß für das Gremium“ als zweckgebundene Rücklagen geführt werden. Da in der Vergangenheit schon Unterhalts- und Sanierungsinvestitionen erfolgen, sei es aber „nicht ganz eine Million“.

Baumgartl nutzte den letzten Auftritt des Kämmerers im Gremium, um für die „sehr gute Zusammenarbeit“ zu danken. Hervor hob sie seine intensiven und zeitaufwendigen Begleitungen der Haushaltsberatungen in den einzelnen Fraktionen. Beifall gab es für Krispin, der nach zwölf Jahren an der Spitze der Kämmerei in den Ruhestand wechselt, auch vom Gremium. „Wir werden ihn hin und wieder als Berater brauchen“, kündigte Baumgartl an. Sein Nachfolger wird Michael Hetterich, bisher Mitarbeiter im Wernecker Bauamt.

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