„O Herr, wir sind verloren“ - Als die Bomben fielen

Der Kalender zeigt den 24. Februar 1944. Bomben fallen auf Grafenrheinfeld, Sennfeld und Schwebheim. Dreimal schießt die Flak in die Luft, da wissen die Schwebheimer, dass ein Angriff bevorsteht. Der 15-jährige Richard Ludwig rennt in die Heide – nach Hause.
Eine der Stabbrandbomben hat Fritz Roßteuscher aufgehoben. Foto: FOTO Ursula Lux
Der Kalender zeigt den 24. Februar 1944. Bomben fallen auf Grafenrheinfeld, Sennfeld und Schwebheim. Dreimal schießt die Flak in die Luft, da wissen die Schwebheimer, dass ein Angriff bevorsteht. Der 15-jährige Richard Ludwig rennt in die Heide – nach Hause. Als er die Haustür öffnen will, fällt er buchstäblich mit der Tür ins Haus, die Druckwelle einer Bombe drückt die Tür nach innen und wirft ihn die Kellertreppe hinunter. Zur gleichen Zeit in der Ortsmitte: Der zwölfjährige Fritz Roßteuscher hält die Küchentür, sein Vater versucht die Haustür festzuhalten. Von der Judengasse bis zum Schlossgarten fallen ...