Schweinfurt

OB-Kandidatin Marietta Eder lobt IHK-Innenstadtkonzept

Die Belebung der Innenstadt liegt allen Parteien am Herzen. Die IHK hat nun ein Konzept mit Vorschlägen vorgestellt. Warum die SPD das gut findet und was sie vorschlägt.
Wie bringt man wieder mehr Menschen in die Schweinfurter Innenstadt, wie kann man sie beleben und die Leerstände beseitigen? Die IHK hat ein Konzept erarbeitet, das die SPD ausdrücklich für gut befindet. Foto: Martina Müller

Ideen zur Belebung der Schweinfurter Innenstadt hat kürzlich der Bezirksausschuss der Industrie- und Handelskammer präsentiert. Unter anderem zielt das Konzept darauf ab, die Innenstadt aufzuwerten und Leerstände zu beheben. Es sollen Förderprogramme genutzt werden, außerdem solle die Stadtverwaltung einen Ansprechpartner in der Stadt haben, der Unternehmer, Eigentümer und Investoren vernetzt. In einer Pressemitteilung der Schweinfurter SPD betont OB-Kandidatin Marietta Eder, sie sei erfreut über die Vorschläge und stehe hinter ihnen.

Ein Großteil der IHK-Ideen, so Eder, spiegele sich in zahlreichen sozialdemokratischen Anträgen zum Thema in den letzten Jahren. Es sei richtig, dass die IHK forderte, innerstädtische Leerstände in Obergeschossen bewohnbar zu machen. Die SPD habe hierzu einen Antrag gestellt, die Umwandlung von Gewerbe- und Büroräumen in Obergeschossen oder in Erdgeschossen der Randlagen in Wohnraum zu fördern – unter anderem auch durch finanzielle Anreize, so Eder. Das sei aber von Seiten der Verwaltung und der CSU abgelehnt worden. Immerhin habe man überzeugen können, Neugründungen von Einzelhandelsunternehmen oder auch Filialen von überregionalen Unternehmen von der investitionshinderlichen Stellplatzablöse zu befreien.

Schaufenster-Folierung wie hier in der Spitalstraße ist ein Weg, um Leerstände ein wenig attraktiver zu gestalten. Foto: Oliver Schikora

Der IHK-Vorschlag zu einem Viktualienmarkt wird ebenfalls positiv gesehen, die SPD habe bereits zwei Mal einen derartigen Vorschlag gemacht, darüber hinaus auch viele Anträge zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Belebung sowie Begrünung der städtischen Plätze gestellt. Zumeist seien sie von der Verwaltung abgelehnt worden, was Eder nicht nachvollziehen kann. "Die Zehntstraße in der jetzigen Präsentation ist hinsichtlich ihrer Aufenthaltsqualität und dem Aspekt 'Stadtklima' eine Katastrophe. Da hilft es auch nicht an einem stark befahrenen Parkplatz ohne Grün Bänke mit Blick auf den Posteingang neben einem Müllbehälter aufzustellen", so Marietta Eder.

Eder geht in ihrer Pressemitteilung auf weitere Aspekte aus dem Gutachten ein. Für die Verbesserung des Radwegenetzes fordere die SPD seit Jahren, mehr Geld in den Haushalt einzustellen. "Hier könnten wir bei mehr guten Willen von Verwaltung und Stadtratsmehrheit bereits deutlich weiter sein", kritisiert Marietta Eder.

Ebenso findet sie, dass – wie von der IHK erläutert – ein viel stärkerer Fokus auf die Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs durch schnellere und direktere Verbindung zu überregionalem Verkehr durch Bus und Bahn wichtig sei. Die SPD habe bekanntlich unter anderem die Sanierung des Platzes vor dem Hauptbahnhof und den Bau eines zweiten Busbahnhofes dort gefordert.

Die Innenstadt zu einer „Marke“ zu machen, wie die IHK fordert, hält auch Marietta Eder für notwendig. Deswegen wolle man ein Tourismuskonzept anstoßen, in dem die Schweinfurter Innenstadt mit ihren guten Einkaufsmöglichkeiten und historischen Sehenswürdigkeiten richtig präsentiert werden. Ein historischer Rundweg sei ebenso denkbar wie ein von der SPD-Stadtratsfraktion geforderter Skulpturen- und Kunstweg, "der seit Jahren in einem Arbeitskreis behandelt wird, aber greifbare Ergebnisse auf sich warten lassen".

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