Schweinfurt

OB Remelé ehrt Schüler für Müll-Aktion "Schweinfurt reinigt"

Zigarettenkippen, Glas und tote Tiere waren nur ein Teil dessen, was die 1200 Schweinfurter Schüler bei der Müll-Aktion fanden. Für ihr Engagement gab es nun eine Belohnung.
OB Remelé hat Schülerinnen und Schüler geehrt, die sich an der Aktion „Schweinfurt reinigt“ beteiligt haben. Foto: Lisa Marie Waschbusch

"Ich bin mächtig stolz auf Euch." Mit diesen Worten dankte Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé am Dienstagmorgen den rund 1200 Schülern und ihren Lehrern, die sich an der Aktion "Schweinfurt reinigt" im Oktober beteiligt hatten. Zahlreiche Schüler und Lehrkräfte kamen dafür in das Schweinfurter Rathaus, um stellvertretend für die insgesamt 54 Klassen der elf teilnehmenden Schulen ein Präsent von OB Remelé entgegen zu nehmen: jeweils eine kleine, blaue Mülltonne; darin 50 Euro für die Klassenkasse.  

"Ihr habt einen wichtigen Dienst in dieser Kommune errichtet, indem ihr die Stadt gereinigt habt", sagte Remelé zu den Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig dankte er den Lehrkräften für ihren – auch außerschulischen Einsatz – bei solchen Projekten. Wenngleich die Müllsammel-Aktion immer mehr Zuspruch gewinne, sei es eigentlich bedauerlich,  dass so ein Dienst überhaupt notwendig ist.

Insgesamt 1200 Schüler beteiligten sich an der Aktion im Oktober. Im Schweinfurter Rathaus nahmen die Klassensprecher stellvertretend für die gesamte Schule das Dankeschön der Stadt entgegen.  Foto: Lisa Marie Waschbusch

OB bedauert Notwendigkeit der Aktion

Das wäre nicht der Fall, "wenn jede Person, die sich in Schweinfurt aufhält, das Selbstverständlichste tun würde, was ein vernünftiger Mensch so tut", gibt der OB zu Bedenken. "Nämlich den Müll, den er produziert hat, dahin entsorgt, wo er hingehört." Er selbst nehme ein abnehmendes Umweltbewusstsein wahr und habe auch schon Leute beobachtet, die ihren Müll dort entsorgen, wo sie gerade stehen. 

Zigarettenstummel waren das häufigste, das die Schüler bei der dreistündigen Müllsammel-Aktion vom Boden aufgehoben haben, berichten die Schüler durch die Bank. Und auch das, was am schwierigsten aufzuheben war. Die Schüler der Frieden-Mittelschule-Schweinfurt machten jedoch noch weitaus skurrilere Funde: "Wir haben eine Spritze gefunden", erinnert sich Schülerin Iman. Ihre Mitschülerin Emely fügt hinzu: "Da war sogar noch Blut drin." Für diesen Fund, den sie vor einer Eisdiele machten, bekamen sie sogar ein Eis geschenkt. 

Gleich 13 kleine Mülltonnen räumte die Frieden-Schule in Schweinfurt ab. Im Bild (von links): Schülerin Iman, Rektor Tomi Neckov, die Schüler Emely und Mike, Lehrerin Verena Ludwig und Schüler Umut.   Foto: Lisa Marie Waschbusch

Auch die Viertklässler der Dr.-Pfeiffer-Grundschule machten Entdeckungen, die in ihrer Erinnerung blieben: Einen toten Vogel und eine tote Ratte fanden sie auf der Straße. Ihre Lehrerin Nicola Menkhaus, die die Aktion begleitet hatte, verblüffte besonders das Ausmaß: "Wenn man sieht, wie schwer und voll die Säcke werden, ist man doch überrascht."

Beide Schulen machten schon mehrere Male bei der Aktion mit; die Frieden-Schule war in diesem Jahr mit 13 Klassen – etwa 300 Schülern – dabei. "Es waren noch nie so viele Schüler dabei wie in diesem Jahr", weiß Rektor Tomi Neckov. Woran das liegt, könne er nicht sagen. Er freue sich aber über die Würdigung der Stadt. Auch für die Schüler sei es etwas anderes, wenn ein Dankeschön vom Oberbürgermeister komme statt "nur" vom Lehrer. 

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Lisa Marie Waschbusch
  • Abfall
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Freude
  • Mitschüler
  • Schulen
  • Schülerinnen und Schüler
  • Sebastian Remelé
  • Städte
  • Umweltbewusstsein
  • Vernunft
  • Viertklässler
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!