KREIS SCHWEINFURT

Öko-Produkte regional vermarkten

Öko-Modellregion: Vertreter der Öko-Modellregion Allianz Oberes Werntal nahmen die Urkunde entgegen. Im Bild (von links) Ottmar Porzelt (Behördenleiter ALE Unterfranken), Eva Braksiek (Allianzmanagerin Oberes Werntal), Arthur Arnold (Bürgermeister der Gemeinde Euerbach), Helmut Brunner (Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Christine Bender (Stellvertretende Landrätin des Landkreises Schweinfurt), Anton Gößmann (Bürgermeister Wasserlosen), Herbert Lang (Behördenleiter, AELF Schweinfurt). Foto: Baumgart/STMELF

Mit 39 landwirtschaftlichen Biobetrieben und knapp 3200 Hektar Feld, die nach ökologischen Kriterien bearbeitet werden, kann die Interkommunale Allianz Oberes Werntal bereits punkten. Den ökologischen Landbau und die Verarbeitung der Produkte in der eigenen Region will die bayerische Staatsregierung verstärken durch den Wettbewerb zur „Öko-Modellregion“. Das Obere Werntal entschied ihn jetzt für sich.

Insgesamt sieben neue „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ hat Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Montag bei einem Festakt in München ernannt, nach den ersten fünf im vergangenen Jahr. Die Bürgermeister der Werntal-Allianz – neun Gemeinden im westlichen Landkreis Schweinfurt sowie Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen – hatten ihren gemeinsamen Ausflug kurzerhand nach München umgebucht, nachdem sie von der bevorstehenden Auszeichnung erfahren hatten.

Innovative Vorschläge

Bei dem Wettbewerb waren Gemeindeverbünde aufgerufen, innovative Vorschläge zur Steigerung der Erzeugung und des Absatzes von heimischen Öko-Lebensmitteln zu erarbeiten: angefangen von der Erzeugung und Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und Gemeinschaftsverpflegung. Auch die Information und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung über die Vorteile des ökologischen Landbaus und seinen Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung sollten Bestandteil eines stimmigen Bewerbungskonzepts sein.

Der Lohn für die Bemühung: Den Kommunen steht für die Umsetzung der Konzepte mindestens zwei Jahre lang ein Projektmanager zur Seite, dessen Kosten der Freistaat Bayern zu 75 Prozent übernimmt.

Zehn konkrete Maßnahmen hatte die Allianz Oberes Werntal für den Wettbewerb vorbereitet. Dabei ging es einmal um Öko-Druschfrüchte aus der Region, die vor Ort gelagert und deren Vermarktung mit regionalen Partnern forciert werden sollte. Auch Aufbereitungsanlagen für Öko-Gemüse und Kartoffeln sollen geschaffen werden, um sie regional in Umlauf zu bringen. Konkretes Ziel ist, bis Ende 2016 eine Genossenschaft für diesen Zweck zu gründen.

Um die Streuobstbestände zu fördern, soll schrittweise auf ökologische Produktion umgestellt und die Ökozertifizierung der Keltereien erhöht werden. Regionale Vermarktungsketten zwischen Stadt und Umland sind ein weiteres Ziel, bei dem regionale Erzeuger und Verarbeiter zum Umstieg motiviert und überzeugt werden sollen.

Um den regionalen Absatz der Öko-Produkte zu erhöhen, sollen verstärkte Anstrengungen im Bereich Gemeinschaftsverpflegung, etwa bei Krankenhäusern oder Schulen, und in der Gastronomie unternommen werden. Verbraucher und Erzeuger sollen durch Infoveranstaltungen sensibilisiert und neue Angebote zum Erleben von Öko-Landbau geschaffen werden. Partner könnte hier das SchlossGut Obbach sein, wo ein Bildungs- und Tagungszentrum zum Thema Ökolandbau entwickelt wird.

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