BAD KISSINGEN/SCHWEINFURT

Ökumene beim Kindergartenbau

Zusammenarbeit: Der Sinnberg-Kindergarten (im Bild Leiterin Stephanie Wieghardt mit Kim und Amalia) soll durch einen Neu... Foto: Siegfried Farkas

Gemeinsam geht vieles besser. Dass das auch für den Neubau eines Kindergartens stimmen kann, wollen in Bad Kissingen katholische und evangelische Einrichtungen beweisen. Das Diakonische Werk Schweinfurt und die Katholische Kirchenstiftung Herz Jesu planen, beim Neubau einer Kindertagesstätte zusammenzuarbeiten. Bauträger für die neue Einrichtung soll die Theresienspitalstiftung werden. Für den Neubau muss der Sinnberg-Kindergarten weichen.

Bis die Pläne verwirklicht sind, wird noch ein wenig Wasser saaleabwärts laufen. Die nötigen Gespräche mit der Stadt, die Erstellung eines Raumkonzepts, all diese Dinge beginnen jetzt erst. Die gemeinsam eingeschlagene Richtung beurteilen die Beteiligten aber schon einmal sehr positiv.

„Leuchtturmprojekt“

Die Theresienspitalstiftung Bad Kissingen, deren Verwaltungsratsvorsitzender Dekan Thomas Keßler von der Pfarrei Herz Jesu ist, teilte mit, das Projekt könnte „im Hinblick auf den ökumenischen Gedanken Vorzeigecharakter haben“. Für die evangelische Seite spricht Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, Vorstand des Diakonischen Werks Schweinfurt, von einem „Leuchtturmprojekt der gemeinsamen kirchlichen Arbeit“.

Ausgangspunkte der Neubaupläne sind Probleme in zwei bestehenden Einrichtungen. Sowohl im Sinnberg-Kindergarten als auch beim Kliegl-Hort stünden größere Investitionen an, schreibt die Theresienspitalstiftung. Der bestehende Sinnberg-Kindergarten sei „stark sanierungsbedürftig“, der Kliegl-Hort wolle sich räumlich näher an der bekanntlich in die ehemalige Elementary School der US-Armee gewanderten Grundschule positionieren.

Zudem sind für den Kliegl-Kindergarten bereits Krippenplätze als bedarfsnotwendig anerkannt, aber noch nicht realisiert worden. Diese könnten nach Einschätzung der Theresienspitalstiftung „ohne allzu großen Kostenaufwand“ im Kliegl-Kindergarten umgesetzt werden, wenn der Hort in eine neue Tagesstätte am Sinnberg umziehe. Ein weiterer Vorteil für den Hort am Sinnberg sei dessen grüne Umgebung, erklärt Dekan Keßler. Außerdem eröffne ein Neubau die Chance auf mehr Raum für Familienarbeit.

Wie die Beteiligten erläuterten, übernimmt die Theresienspitalstiftung als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts die Rolle des Bauträgers. Das Haus Marienthal der Diakonie für den Kindergarten und die Katholische Kirchenstiftung Herz Jesu für die Hortbetreuung engagieren sich danach voraussichtlich als Mieter der Räume im Neubau. Angesiedelt wären dort dann der Sinnbergkindergarten mit jüngst für 24 Kinder als bedarfsnotwendig befürworteten Krippenplätzen sowie der Kliegl-Hort. Im jetzigen Kliegl-Kindergarten fänden sich nur noch Kindergarten und Krippe.

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