Oberschwarzach

Oberschwarzacher Schloss als Gemeindezentrum

Der Backofen wurde in die Stallungen integriert und ist die neue Attraktion.
Der Backofen wurde in die Stallungen integriert und ist die neue Attraktion. Foto: Guido Plener

Vorstand Andreas Zehner zeigte laut einer Pressemitteilung bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schloss Oberschwarzach in seinen einleitenden Worten den Werdegang der Renovierung des historischen Bauwerkes auf. Dabei ging er auf die Anfänge bis hin zur Machbarkeitsstudie des Architekten Georg Böswald und der gerade beendeten europaweiten Ausschreibung zur Sanierung ein. Dabei sprach er den Wunsch aus, dass in der kommenden Zeit ein Gemeindezentrum entstehen solle, „auf das wir stolz sein können“.

Ein Brotbacktag pro Monat

Willi Groha hob im Anschluss die stetig leicht steigenden Mitgliederzahlen sowie die solide finanzielle Lage des Vereins hervor. Im abgelaufenen Kalenderjahr habe es auch zahlreiche Aktivitäten gegeben, insbesondere um den neu fertiggestellten  Backofen, der in die Stallungen harmonisch integriert wurde. In diesem Zusammenhang gab es einige Brotbackkurse in Schönbach, bei denen die Teilnehmer in die Kunst des Brotbackens von Vollkornbrot, Weizenbrötchen etc. eingewiesen wurden. Nun gab es am letzten Samstag im Monat jeweils einen Brotbacktag, an dem man das Erlernte anwenden konnte. So entstand ein neuer Ortstreff. Im April folgte dann die Segnung des Backofens in Verbindung mit der Eröffnung der Hofkäserei Zehner. Dies mache das Schloss, so stellte Weinprinzessin Franziska Baumann fest, zu einem magischen Ort, der zukünftig zu einem Touristenmagneten werden solle.

Willi Groha führte weiter einige Veranstaltungen wie die Lesung von Wilhelm Wolpert im Foyer und den traditionellen Winterzauber aus. Dieses Mal wurde die sehr gut angenommene Veranstaltung nicht nur in Verbindung mit dem Jagd-abschluss, sondern auch mit einem Adventskonzert der Steigerwaldkapelle Oberschwarzach, den Handthaler Volkssängern und dem Singkreis Intakt in der Pfarrkirche durchgeführt. Auch der Ferienspaß im August hatte einen „Schlosstag“ im Programm. Die Kinder konnten eine lange Fahne basteln, beim Brotbacken zusehen, Bogenschießen und erhielten eine kleine Schlossführung.

Neue Perspektiven brachten Studentengruppen der Universitäten Bamberg und Tübingen, die im vergangenen Jahr den Ort besuchten. So hatten sie beispielsweise die Idee eines Erich-Kästner-Pfads, der den Ort durchqueren soll. In diesem Jahr soll neben dem Winterzauber wieder der Tag des Denkmals im Schloss und dessen Hof veranstaltet werden.

Vergabeverfahren abgeschlossen

Bürgermeister Schötz führte aus, dass das Vergabeverfahren für die Renovierung des Oberschwarzacher Schlosses bereits abgeschlossen sei. 14 Architekturbüros hätten die Unterlagen angefordert, bis zur Abgabefrist bewarben sich davon sieben. Das Projektmanagementbüro Kunz aus Kitzingen prüft und bewertet die Unterlagen anhand einer Punktematrix. Im April werden die Büros mit den meisten Punkten, davon mindestens drei, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei diesem Gespräch wird ein Gremium aus Marktgemeinderat, Förderverein Schloss, Kirchenverwaltung und Herr Haas vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege die Vorstellungen bewerten und bepunkten. Der Bürgermeister fragte nach, wer in dem Gremium sonst noch angehören sollte. Man legte sich auf den Kreisheimatpfleger Stefan Menz fest.

Bei der Umplanung soll im Erdgeschoss eine Gaststätte integriert werden. Die Verwaltungsräume für das Pfarr- und Rathaus werden im Nordflügel konzentriert, die Versammlungsräume im Südflügel. Im Nordflügel des 2. Stockes sollen Übernachtungsmöglichkeiten entstehen und im Südflügel neben der Bibliothek eine Dauerausstellung zu Erich Kästner. Im Rahmen des Energieeffizienznetzwerks wird untersucht, welches das umweltfreundlichste Heizungskonzept darstellt: Erdwärme, Wasserstofftechnik oder Hackschnitzelheizung. Ansonsten bleibt das Konzept so, wie es bereits in der Machbarkeitsstudie vorgesehen war. Der finanzielle Rahmen ist auf ca. 7,6 Millionen Euro festgelegt.

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