SCHWEINFURT

Ohne Vertriebene und Flüchtlinge kein Wirtschaftswunder

Zum Thema „Vertriebenenorganisationen in Unterfranken“ referiert Professor Matthias Stickler am Mittwoch, 8. Juli, um 19 Uhr in der Rathausdiele.

Die Integration der zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 hat die beiden nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen deutschen Staaten fundamental verändert. Stand am Anfang die Lösung fundamentaler Existenzprobleme im Vordergrund (Ernährung, medizinische Versorgung und Unterbringung), so erwies es sich, nachdem rasch deutlich wurde, dass eine Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen keine realistische Option war, bald als notwendig, deren dauerhafte Eingliederung ins Werk zu setzen.

Die daraus resultierenden Veränderungen der Sozialstruktur wie auch der politischen Kultur Deutschlands können kaum überschätzt werden, auch das sogenannte „Wirtschaftswunder“ wäre ohne das Potenzial der Flüchtlinge und Vertriebenen so nicht möglich gewesen.

Der Referent, Professor für neuere und neueste Geschichte an der Universität Würzburg, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit Unterfranken, wo 142 000 Flüchtlinge und Vertriebene Aufnahme fanden, was einem Bevölkerungsanteil von gut 14 Prozent entspricht.

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