Oberschwarzach

Orstbegrüßungstafeln mit zusätzlichem Begrüßungstext?

Einige der Ortsbegrüßungstafeln in den Gemeindeteilen der Marktgemeinde Oberschwarzach müssen aufgrund von Sturmschäden ersetzt werden. Das hier abgebildete Schild an der Ortsausfahrt Oberschwarzach in Richtung Handthal ist davon aber nicht betroffen. Foto: Gudrun Theuerer

Die Ortsbegrüßungstafeln waren ein Thema, das den Marktgemeinderat von Oberschwarzach bei seiner letzten Sitzung des Jahres 2019 beschäftigte. Durch Sturmschäden müssen Tafeln in Schönaich ersetzt werden. Außerdem sollen die sichtbaren weißen Rückseiten einiger Schilder in Breitbach und Oberschwarzach ergänzt werden.

Marktgemeinderat Frank Wagner hatte Entwürfe für diese mitgebracht. Zusätzlich musste entschieden werden, ob man einen zusätzlichen Begrüßungs- und Verabschiedungstext mit anbringen wollte und wie dieser dann aussieht. Hintergrund war die Frage, was mit den Tafeln erreicht werden soll. Sind sie nur ein Platzhalter für die Werbeschilder die zusätzlich angebracht werden oder stellen sie auch eine Begrüßung dar? Marktgemeinderat Robert Ruppenstein meinte, dass man heutzutage keinen extra Text mehr brauche, denn auch mit dem Gemeindeslogan "Wiesen, Wälder, Weine" werde der Gast bereits begrüßt und die Aufmerksamkeit dann auf das Hinweisschild gelenkt. Für Marktgemeinderat Roland Konrad ist dagegen keine Begrüßung auf der Tafel sichtbar. Ein Interessent könne den Text sowieso nur lesen, wenn er auch anhalte, so seine Meinung.

Bürgermeister Manfred Schötz stellte zur Diskussion, ob man Begrüßungstexte variabel anbringen wolle, als Platzhalter, solange keine Werbeschilder befestigt sind. Ist eine Werbung angebracht, wird das Begrüßungsschild entfernt und später wieder angebracht. Die Mehrheit der Räte entschied dann mit 5:8 Stimmen, dass kein Begrüßungstext angebracht wird sondern nur die Schilder ersetzt bzw. ergänzt werden. Die Kosten für die Ersatzschilder bzw. Zusatzschilder belaufen sich auf rund 650 Euro.

Bauangelegenheiten

Weiterhin war über drei Bau- und Grundstücksangelegenheiten zu beraten.  Und auch diesmal zeigten sich die zwei unterschiedlichen Ansätze innerhalb des Gremiums. Während ein Teil der Markgemeinderäte eher dazu plädierte, potentielle Bauherren durch möglichst viel Freiheit für den Markt Oberschwarzach zu gewinnen, sahen es andere eher kritisch, den bestehenden Bebauungsplan immer wieder zu umgehen und in letzter Konsequenz auch auszuhöhlen. "Mit der ersten Ausnahme wurden die Tore bereits geöffnet", beschrieb es Marktgemeinderat Robert Ruppenstein.

Marktgemeinderat Manfred Baumann bezog sich auf das Prinzip der Gleichbehandlung und verwies auf andere Fälle, bei denen der Gemeinderat Einwände vorgebracht hatte. Während die Zulassung der unterschiedlichen Baustile im Neubaugebiet für einige Räte einen negativen Einfluss auf das Ortsbild hat, sahen es die Marktgemeinderäte Roland Konrad und Arthur Mayer dagegen nicht so. Am Ende wurde dann aber allen Anfragen zugestimmt.

Zunächst ging es um die Befreiung für ein Einfamilienhaus im Neubaugebiet in Oberschwarzach das schon in einer früheren Sitzung Thema war und damals abgewiesen worden war. Die Bauherren hatten nun gegenüber dem ersten Entwurf die Dachform vom Zeltdach zum Satteldach geändert. Geblieben waren aber zwei Vollgeschosse und eine Dachneigung von 22 Grad für die einen Befreiung mit 8:5 Stimmen gewährt wurde.

Keine Einwände gegen Holzbauweise

Eine weitere Anfrage betraf den Neubau eines Einfamilienhauses in Oberschwarzach. Baurechtlich gab es laut der Aussage der VG keine Einwände. Um Bedenken zur geplanten Bauweise in klassischer Holzbauform auszuräumen waren die Bauherren anwesend und hatten auch Bilder mit Beispielhäusern mitgebracht. Eine Befreiung war hier für die Dachneigung von 22 Grad und dem höheren Kniestock notwendig. Sie wurde mit 9:4 Stimmen gewährt.

Gegen den Bau eines Einfamilienhauses in Breitbach gab es von Seiten der Verwaltung ebenfalls keine Einwände. Da es sich aber um einen Bau im Dorfinnenbereich handelt, musste der Gemeinderat seine Zustimmung für das geplante Haus im Stile eines amerikanischen Holzhauses geben. Bezüglich des Baustils gab es keine Einstimmigkeit, der Anfrage wurde aber mit 8:5 zugestimmt.

Weiterhin entschied der Marktgemeinderat über einen Antrag der DJK Oberschwarzach über eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 Prozent der Ausgaben in Höhe von 3532 Euro für die Pflege und Instandhaltung ihrer Anlagen. Der Rat gewährte einstimmig einen Betrag in Höhe von 1766 Euro.

Turnhalle kann gemietet werden

Bürgermeister Manfred Schötz informierte in der Sitzung darüber, dass die Turnhalle der Grundschule nun wieder für die Nutzung durch Schule und Vereine bereitsteht und die feierliche Übergabe an die Grundschule am 7. Februar stattfinden wird. Die Vereine können die Turnhalle nach der Anmeldung beim Hausmeister für einen Stundensatz von zwölf Euro mieten.

Marktgemeinderat Jürgen Brehm berichtete darüber, dass Eltern in Wiebelsberg die Situation an der Bushaltestelle angesprochen hatten. Dort werden die Grundschüler an machen Tagen nicht an der Bushaltestelle am Ortsausgang Richtung Düttingsfeld abgesetzt, sondern auf der gegenüberliegenden Seite in der Gabelung der Straßen in Richtung Düttingsfeld und Mutzenroth. Die Situation soll mit den Eltern besprochen werden.

Am Ende der Sitzung informierte Schötz noch darüber, dass die Marktgemeinde eine Förderung für den Neubau des Kindergartens an der Grundschule erhalten wird. Eine weitere Neuigkeit war abschliessend, dass der Preller-Markt in Oberschwarzach ab dem 28. Januar an einen Pächter vermietet wird.

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