GEROLZHOFEN

Päusle mit Moisle: Alles im Namen der Kunst

Päusle mit Moisle: Grüße aus Rom

Ende Mai bis kurz vor Pfingsten geht ja in Gerolzhofen das große Theaterprojekt „Du musst dran glauben“ über die Bühne – genauer gesagt über fünf Bühnen. Sage und schreibe 52 verschiedene Sprechrollen gibt es für die Schauspielerinnen und Schauspieler. Alle werden in Kostüme gesteckt, die der Renaissance nachempfunden sind. Aber nicht nur die Kleidung soll stilecht sein, sondern bei den Männern wird auch auf Haartracht und Bartwuchs geschaut.

Deshalb hat Regisseurin Silvia Kirchhof den männlichen Laienschauspielern ein Frisörverbot bis Pfingsten auferlegt. Die professionellen Maskenbildnerinnen des Theaters werden dann die heranwachsende Haarpracht entsprechend be- und umarbeiten.

Deshalb wundert euch nicht, liebe Leserinnen und Leser, wenn euch in der Stadt jetzt Männer mit einem wilden Haarwuchs begegnen. Dies geschieht alles im Namen der Kunst!

Gerade für die allmählich zuwuchernden Männer ist es derzeit nicht leicht. Gerolzhofen ist halt nicht Oberammergau oder Sömmersdorf.

Während man sich dort längst daran gewöhnt hat, dass vor den Passionsspielen immer mehr langhaarige Männer unterwegs sind, müssen sich die Akteure in Gerolzhofen am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis schon mal spitze Bemerkungen gefallen lassen.

Von den fragenden Blicken mal ganz abgesehen. Die Bandbreite der Bemerkungen reicht von „Künstler“ über „Tippelbruder“ und „Landstreicher“ bis hin zu „Nikolaus“.

Dabei sind es jetzt immer noch gut neun Wochen bis zur Premiere des Theaterstücks. Neun weitere Wochen Frisörverbot. Gut möglich, dass man den Akteuren bei der Premiere dann ein Stück Brot hinhalten muss, um noch zu wissen, wo hinten und vorne ist . . . Euer Gerolzhöfer Moisle

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