GEROLZHOFEN

Päusle mit Moisle: Investition für die Ewigkeit

Päusle mit Moisle: Umleitung tut weh       -  _

Manche Sachen werden nicht besser, auch wenn man ein paar Mal drüber geschlafen hat. Wie zum Beispiel der neue Windfang am Alten Rathaus in Gerolzhofen. In der jüngsten Stadtratssitzung am Montag ging es in der Abstimmung im Detail nur noch um eine dunklere Farbgebung für die vier Stahlsäulen. Über den Windfang an sich wurde nicht mehr gesprochen. Man akzeptiert ihn offenbar inzwischen. Soll heißen: Dieses Teil bleibt dort also tatsächlich stehen.

Der Kasten aus Stahl und Glas wurde direkt vor die hölzerne Eingangstür gesetzt. Der Windfang hat nur einen einzigen Zweck: Im Zuge der staatlich geförderten „energetischen Sanierung“ des Alten Rathauses soll er verhindern, dass es durch die Holztür kalt in die Rüstkammer reinzieht und dass bei Publikumsverkehr in der Touristinformation kostbare Wärme direkt ins Freie entweicht.

Jeder erfolgreiche Unternehmer oder jeder Häuslebauer, der zum Beispiel seine Heizung modernisieren will, stellt sich erst eine Frage, bevor er Geld in die Hand nimmt: Rechnet sich das Ganze überhaupt? Wann amortisieren sich meine Investitionen? Solche Überlegungen wurden – zumindest in den öffentlich zugänglichen Sitzungen – im Stadtrat nie angestellt.

Der neue Windfang hat stolze 41 000 Euro gekostet. Einzig damit es künftig nicht mehr zieht und man dadurch Heizkosten spart. Wann sich diese 41 000 Euro bei den Heizkosten amortisiert haben, kann ich natürlich nicht exakt beantworten. In diesem Jahrhundert aber wohl nicht mehr. . . Euer Gerolzhöfer Moisle

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