Waigolshausen

Pflegefreie Baumbestattungen werden ermöglicht

Beim Baum vor der Mauer werden die ersten Baumbestattungen im Waigolshäuser Friedhof ermöglicht. Im Frühjahr soll die Umsetzung eines Gestaltungsvorschlags vom Büro arc.grün beginnen. Foto: Gerald Gerstner

Im August hatte sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, im südlichen Bereich des Waigolshäuser Friedhofs auf einer Obstbaumwiese pflegefrei Baumbestattungen zu ermöglichen. Konsens war, dass die Umsetzung so einfach wie möglich erfolgen soll. In der jüngsten Gemeinderatssitzung fand nun ein Gestaltungsvorschlag des Friedhofsarchitekten Ralph Schäffner vom Büro arc.grün Zustimmung.

Er sieht vor, am Ende der Bruchsteinmauer bei dem buschartigen Baum vor der Mauer mit Baumbestattungen zu beginnen. Vorgeschlagen wird vom Planer, einen schmalen Weg zwischen Mauer und der erster Baumreihe anzulegen, der bis dorthin führt. Südlich der ersten Baumreihe soll eine Hecke als Abgrenzung zum weiteren Gelände gepflanzt werden. Weitere Bäume für zukünftige Bestattungen könnten vor der Mauer gepflanzt werden, so der Vorschlag des Planers.

Um den Pflegeaufwand für den Bauhof gering zu halten, sprach sich der Rat für verrottbare Urnen aus, die ohne oberflächlich sichtbaren Deckel unter dem Grasbewuchs versenkt werden. Offen blieb, wo Namenstafeln angebracht werden. Diskutiert wurden Stelen, Ringe um die Bäume und kleine Schilder an der Steinmauer. Einig war sich das Gremium, dass das abschüssige Gelände - anders als vom Planer vorgeschlagen - nicht aufgefüllt werden soll. Zum einen wäre der Aufwand zu groß, zum anderen ginge der natürliche und parkähnliche Charakter verloren. Wie Bürgermeister Peter Pfister sagte, soll die Umsetzung im Frühjahr beginnen.

Die Kriminalitätsbelastung in Waigolshausen befindet sich auf einem stabil niedrigen Niveau, in der Gemeinde lebt es sich sicher. Das ist das Fazit des Sicherheitsberichtes 2017 der Polizeiinspektion (PI) Schweinfurt für die Gemeinde. Durch Polizeivertreter persönlich erläutert, wie kürzlich in Werneck, wurde die Sicherheitslage dem Gemeinderat nicht. Stattdessen stellte Bürgermeister Peter Pfister den Bericht vor. 

Gezählt wurden in der Gemeinde demnach 42 polizeilich bekanntgewordene Straftaten, acht weniger als 2016. Erfreulich ist der starke Rückgang bei den Rohheits- sowie den Eigentumsdelikten. So wurde nur eine Körperverletzung gezählt (Vorjahr neun Fälle). Beim schweren Diebstahl sank die Fallzahl von zwei auf fünf. Gleichgeblieben ist mit fünf die Zahl der leichten Eigentumsdelikte. Raubdelikte und Wohnungseinbrüche gab es keine.

Nahezu gleich blieben mit zehn Fällen die Vermögens- und Fälschungsdelikte, wozu Waren- und Kreditkartenbetrügereien oder auch Schwarzfahren zählen. Erfasst wurden außerdem 24 (Vorjahr 18) sonstige Straftaten, darunter Sachbeschädigungen (12), Beleidigungen und Hausfriedensbruch. Tötungs- und Sexualdelikte gab es keine, nennenswerte Sicherheitsstörungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen ebenfalls nicht. Aufgeklärt wurden 24 Straftaten, was einer Quote von 57,1 Prozent entspricht.

Zum Unfallgeschehen: 2017 wurden auf allen Straßen im Gemeindegebiet insgesamt 41 Verkehrsunfälle gezählt, davon sieben mit Personenschaden. Nach 50 Unfällen im Jahr 2015 war die Anzahl damit zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Verkehrstote gab es im Zeitraum von 2013 bis 2017 keine.

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