Werneck

Plätzchenbäcker ohne Berührungsängste im Altenheim Werneck

Ein gutes Team beim Plätzchenbacken im Kreisaltenheim Werneck sind der siebenjährige Paul Tänzer und die 89jährige Carola Pfister. Foto: Silvia Eidel

Wenn 25 Kinder und viele Senioren im Kreisaltenheim in Werneck Weihnachtsplätzchen backen, dann ist für Trubel gesorgt. Aber für einen, der beiden Parteien Spaß macht, weil Junge und Alte ganz ungezwungen miteinander ein schönes Erlebnis haben.

Dass sich so viele Sieben- bis Zehnjährige für den gemeinsamen Nachmittag meldeten, überraschte auch Steffi Reith, die Seniorenbeauftragte des Marktes Werneck. Sie hatte die Idee geboren und über den Rektor der Grundschule, Carsten Stranz, um Unterstützung für das Beisammensein von Jung und Alt beim ersten gemeinsamen Plätzchenbacken geworben.

Froh über die Abwechslung für ihre Bewohner zeigte sich auch die Geschäftsführerin des Kreisaltenheims, Simone Falkenstein. "Wir sind da gern dabei, weil wir uns auch nach außen öffnen wollen". Wie es bei anderen Treffen mit Kindern an Fasching oder am Martinstag bereits geschieht.

Berührungsängste sind bei den eifrigen Plätzchenbäckern nicht auszumachen. Aufgeteilt in zwei Räumen und unterstützt vom Personal sowie sieben Ehrenamtlichen werkeln Kleine und Große mit Nudelholz, Förmchen, Pinsel und Streusel. Den Teig für die Butterplätzchen hat die freiwillige Helferin Rita Neubert schon zuhause fertig zubereitet. "Ich habe das fünffache Rezept genommen", erzählt sie, das reicht für etliche Kuchenbleche.

Zu zweit oder in kleinen Gruppen sind Kinder und Senioren in ihre Arbeit vertieft. Die fast 90jährige Carola Pfister zeigt dem siebenjährigen Paul Tänzer, wie er das Nudelholz mit Mehl einreiben und den Teig ausrollen kann. "Das klappt prima", lobt sie den kleinen Bäcker, der konzentriert die Teigplatte bearbeitet. "Ich habe sechs Kinder großgezogen", erzählt sie und erinnert sich an ihre eigene Weihnachtsbäckerei.

Ihre Tischnachbarin hat schon ein ganzes Blech mit ausgestochenen Sternen, Schaukelpferden und Monden belegt. An ihrer Seite pinselt ein Junge Eigelb auf die Teiglinge und streut bunte Zuckerstreusel darauf.

Im geschäftigen Treiben stimmt eine Frau das Lied "In der Weihnachtsbäckerei" an, und alle stimmen ein. Dann folgt noch ein "Lasst uns froh und munter sein", was auf die Stimmung im Raum bestens zutrifft.

Aus dem Backofen im Nebenraum breitet sich schon der erste Plätzchenduft aus. "Wir trinken nachher zusammen Kaffee und essen Plätzchen", informiert eine Helferin die Senioren. Und die Kinder dürfen auch noch einige mit nach Hause nehmen.

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