SENNFELD

Platz zwei im Landkreis

Die stellvertretende Landrätin Christine Bender war Hauptrednerin beim kommunalpolitischen Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes im Sennfelder Pfarrheim. Sie referierte über „Unser Landkreis Schweinfurt – Heimat und Zukunft!“.

In den 29 Gemeinden des Landkreises sind 25 Prozent der Einwohner unter 18 Jahre alt und 36,4 Prozent über 65 Jahre. Beim Blick auf die demografische Entwicklung in den Jahren 2007 bis 2012 zeigt sich, dass in 21 der 29 Landkreisgemeinden die Bevölkerung abgenommen hat. Das ist ein Minus von 1,7 Prozent. Acht Gemeinden haben an Einwohnern zugelegt, hier steht Donnersdorf mit einer Steigerung von 4,1 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Sennfeld mit 1,7 Prozent vor Bergrheinfeld, Grafenrheinfeld und Dingolshausen.

Ein düsteres Bild zeichnete Bender in Sachen Bevölkerungsentwicklung für die Zukunft. Schon Ende 2012 verzeichnet der Landkreis bei den unter Dreijährigen ein Minus von drei Prozent (bayernweit minus 0,2 Prozent), Ende 2031 wird das Minus bereits bei 14,8 Prozent liegen (bayernweit 6,4 Prozent).

Bender zitierte Ökonom Richard Florida: „Eine Region kann ihr Zukunftspotenzial heute nur entwickeln, wenn sie die Grundprinzipien Technologie, Talent und Toleranz berücksichtigt.“ Für Bender kommt noch die Tradition hinzu. Bei der Technologie verwies sie auf die Wirtschaftsförderung des Landkreises und die Veranstaltung „Landkreis trifft Wirtschaft“ am 24. März statt.

Bender ging auch auf die Konversion ein, die eine große Chance für Firmen und Arbeitsplätze biete. Von 300 Kilometer Kreisstraßen seien 282 Kilometer ausgebaut. Die Unterhaltung kostete 2014 zwei Millionen Euro. Mit 77 Kilometer Radwegen verfüge der Landkreis zudem über das größte Radwegenetz in Unterfranken.

Die Abfallwirtschaft mit Optimierung der Energiegewinnung und Energienutzung durch die Biomüllvergärungsanlage trage zu den niedrigsten Müllgebühren bayernweit bei, sagte Bender. Der Tourismus sei durch die Leader-Projekte mit 2,6 Millionen Euro gefördert worden. Darunter fiel auch das Sennfelder Projekt „Kräuter, Kraut und Rüben“.

Bender verwies auch auf die Investitionen des Landkreises für die Schulen und verwies auf das Kulturkonzept des Landkreises, das seniorenpolitische Gesamtkonzept, die Förderung der Jugendsozialarbeit, die Erziehungsberatung und den Kreisjugendring. Hinzu kommen Betreuungsangebote, Freizeiteinrichtungen und das ehrenamtliche Engagement. Als Fazit nannte Bender die Verwurzelung in der Heimat. Hinzu komme die Offenheit für Neues.

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