KREIS SCHWEINFURT

Powerfrauen tragen Rosa, Chefinnen dunkle Farben

Tipps von der Fachfrau: Persönlichkeitstrainerin Annette Sax gab Tipps, welche Farbe zu welchem Frauentyp passt. Foto: Charlotte Wahler

Die Wahrnehmung von Frauen im öffentlichen Raum wird häufig auf Äußerlichkeiten reduziert. Diesen Umstand jedoch können diese auch nutzen, um ihre Persönlichkeit auszudrücken.

Beim zweiten Modul „Frauen fit in Mandat und Ehrenamt“ des Landratsamtes Schweinfurt ging es genau um solche Fragen. Wie finde ich die richtige Kleidung für unterschiedliche Anlässe, wie kann ich authentisch werden mit meinem eigenen Stil?

Trainerin Annette Sax wies auf Fallstricke hin und verriet kleine Tricks, die viel bewirken. Als erste Empfehlung zitierte sie Hillary Clinton: „Achten Sie auf Ihre Frisur, denn jeder andere wird dies auch tun.“ Gute Schuhe sorgen für einen guten Stand, nicht nur für den Körper, sondern auch für die innere Haltung, so Sax.

Auch die Wirkung von Farben kann die Persönlichkeit zum Strahlen bringen. Sie zeigte Beispiele aus der Jahreszeiten-Typzuordnung, die seit einigen Jahrzehnten auch in Europa Anleitung für den Kleiderkauf gibt. Es gebe jedoch so viele Mischtypen, wie es Frauen gibt. Es käme auf die Nuancen an. Dunkle Farben strahlen Autorität und Kompetenz aus, beim Weiß sollte man sich am Augenweiß orientieren. Erdige Farben vermitteln Vertrauen und Solidität, Blau wirkt vertrauenswürdig, kühl, logisch und organisiert.

„Farben wirken auf unbewusster Ebene, deshalb sind sie gut einzusetzen für den weiblichen Auftritt im öffentlichen Raum.“ Wenn man ernst genommen werden wolle, solle man auf die Farbe rosa verzichten, empfahl Sax. Die gleiche Farbe sei jedoch gut wirksam, wenn man als Powerfrau harte Entscheidungen vertrete. Die Struktur der Stoffe könne auf die Struktur von Haut und Haaren abgestimmt werden. So käme beides besser zur Wirkung.

Mit Schmuck könne man Akzente in Gesichtsnähe setzen. Als Fettnäpfchen könne man jedoch all das bezeichnen, was ablenkt von dem, was „frau“ zu sagen hat. Frauen seien extrem selbstkritisch, berichtete Sax aus ihrer langjährigen Erfahrung. Der Begriff Problemzonen sei hinsichtlich des eigenen Körpers aus dem Vokabular zu streichen, empfahl sie. Es gebe für jede Frau passende Kleidung. Als Paragraph eins der Persönlichkeitsentwicklung gelte die Regel: „Seien Sie immer gut zu sich selbst!“ Stil bedeute immer auch die Stimmigkeit von Persönlichkeit und Kleidung, so Sax. Da könne die Jeans ebenso wie das rote Kleid zur eigenen Ausdruckskraft beitragen.

Kleider machen Leute, so sagt man nach einer Erzählung von Gottfried Keller. „Dresscodes gelten heute nicht mehr als strenge Vorschrift, sondern sie können ein hilfreicher Leitfaden sein.“ Für den männlichen Teil des öffentlichen Lebens zitierte sie eine Einschätzung von Alec Guiness: „Ein zu enges Kleid beweist, dass eine Frau eine Frau ist. Es beweist aber auch, dass sie keine Dame ist.“ Was sagt dann umgekehrt ein schlecht sitzender Anzug über einen Mann aus? Da können sich Frauen zum Glück ein eigenes Bild machen.

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