HANDTHAL

Programm litt unter dem Wetter

Basteln mit Naturmaterialien: Den Buben und Mädchen machte es sichtlich Spaß.
Basteln mit Naturmaterialien: Den Buben und Mädchen machte es sichtlich Spaß. Foto: Matthias Beck

An die Eröffnung des Steigerwaldzentrums am Freitag schloss sich ein Rahmenprogramm an, welches auch am Samstag den ganzen Tag über stattfand. Wie Stephan Thierfelder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt sagte, wollte man an diesen beiden Tagen zunächst die Aktivitäten zeigen, die künftig das ganze Jahr über angeboten werden. Allerdings litt das Programm unter dem Dauerregen.

Im Gebäude selbst stand die Ausstellung im Mittelpunkt. Zudem gab es im Zentrum ein Waldlabor zum Forschen, welches sich an Kinder und Eltern richtete. Außerhalb des Zentrums bastelten Kinder mit Naturmaterialien an einem Stand zum Beispiel Eulen aus Kiefernzapfen oder Igel aus Disteln. Bei den erlebnisorientierten Waldführungen für Kinder ging man in den Wald und machte verschiedene Gruppenspiele zum Thema Nachhaltigkeit.

Waldführungen für Erwachsene behandelten zum einen den Baum des Jahres 2014, die Traubeneiche. Zum anderen ging es um die drei Säulen der Nachhaltigkeit, das heißt um Ökonomie, Ökologie und Soziales, wie Stefan Kraus und Pascal Hecht vom AELF Kitzingen und vom AELF Bad Neustadt zeigten.

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Offenes Denkmal

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An einer Waldklimastation zeigten Hans-Joachim Krause und Christoph Happe-Wagner von der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft den Weg des Wassers durch den Wald anhand verschiedener Versuchsanordnungen. Sie erklärten, wie sich der Niederschlag von der Wolke bis auf 1,4 Meter Tiefe inhaltlich verändert. Auch erläuterten sie die Konsequenzen für die Bewirtschaftung des Waldes.

Drechselarbeiten

Einige Stände wie der Stand des Verbandes proHolz Bayern, wo es um die Verwendung von Holz geht, wurden bereits einige Tage vorher aufgestellt. Sie waren für die Besucher von freitags bis sonntags geöffnet. An allen drei Tagen drechselte auch Ullrich Bartsch, ein Holzliebhaber, der heimische Hölzer verarbeitet an seiner Drechselbank kleine Fingerkreisel. Ute Bartsch verkaufte diese und andere Holzprodukte.

Weiterhin bot man ein Waldmeisterquiz für Kinder an, um das Wissen rund um den Wald zu testen. Von den Kindern genutzt wurde auch der Erlebnisspielplatz vor dem Zentrum. An der Regionaltheke im Gebäude standen verschiedene regionale Spezialitäten im Angebot. Auch sonst sorgten Oberschwarzacher Vereine und Mitarbeiter des Zentrums bestens für Speisen und Getränke.

Am Freitag waren die meisten Besucher aufgrund des regnerischen Wetters bei der offiziellen Eröffnung im Gebäude oder im Festzelt zugegen. Thierfelder schätzt ihre Zahl im Gespräch mit der Main-Post auf etwa 300 bis 400 Gäste. Da der Handthaler Parkplatz bei der Eröffnung voll besetzt war, konnte man in Oberschwarzach parken und mit dem Shuttle-Bus nach Handthal fahren.

Samstags besuchten den Tag über etwa 500 Gäste das Steigerwaldzentrum, darunter vor allem Familien. Thierfelder resümierte, dass das unbeständige Wetter für die Veranstaltung natürlich schade war. Dennoch habe man sich sehr über die interessierten Besucher und die positiven Rückmeldungen zum Gebäude und zur Ausstellung gefreut.

Gesprächsangebot

Am Freitagvormittag hatte – wie ausführlich berichtet – Staatsminister Helmut Brunner das Zentrum seiner Bestimmung übergeben. Er traf sich gleich nach seiner Ankunft kurz mit der Gruppe des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald und hörte sich die Argumente der Vorsitzenden kurz an. Brunner machte aber auch seine Meinung klar. „Er hat uns den Dialog im Vorfeld angeboten, das finden wir gut“, sagte Vorstand Manfred Reinhart. Später überreichte die kleine Melissa Reinhart ein Körbchen mit Pilzen an Brunner.

Waldkönigin und Holzfee

Vor dem Gebäude wartete im Regen aber auch eine Gruppe der Nationalpark-Gegner, für die sich Brunner ebenso einige Minuten Zeit nahm.

Zum offiziellen Teil der Eröffnung erschienen auch die Bayerische Waldkönigin Isabella Wimmer aus Rottenburg und die „Holzfee“ Verena I. aus Scheinfeld. Neben Minister Brunner würdigte Landrat Florian Töpper die neue Einrichtung. Der Landrat erwähnte das Interesse und die Unterstützung des Landkreises Schweinfurt an dem Projekt. Er, wie auch Staatssekretär Gerhard Eck, hoben das Engagement der Gemeinde Oberschwarzach hervor, die hier einiges investiert und geleistet habe.

Die Klasse 5b der Realschule Ebrach steuerte einen Beitrag mit dem Titel „Auf der Suche nach der Haselmaus“ bei. Die Kinder vom Kindergarten Burgwindheim überreichten Brunner nach ihrem Lied eine Stoff-Haselmaus.

 
Versuchsanordnungen im Waldlabor: Die Besucher konnten am Freitag und Samstag sich an zahlreichen Ständen informieren.
Versuchsanordnungen im Waldlabor: Die Besucher konnten am Freitag und Samstag sich an zahlreichen Ständen informieren. Foto: Matthias Beck

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