Handthal

Protest: BN sorgt sich um den Stollberger Forst

Über den Zankapfel "Hoher Buchener Wald im Ebracher Forst" hinaus, fordert die Bund Naturschutz-Kreisgruppe Schweinfurt jetzt auch für den Stollberger Forst bei Handthal einen Fällstopp. Dazu war in dieser Woche zu einer Protestaktion aufgerufen worden (Foto). Foto: Uwe Gratzky

Aktive der Kreisgruppe Schweinfurt im Bund Naturschutz (BN) trauern um zahlreiche dicke Buchen, die vom Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten bei Handthal gefällt wurden, heißt es in einer Pressemitteilung.

In einem buchenreichen Laubwald seien einige Dutzend dicke Buchen abgeholzt worden, wird erklärt. Erich Rößner, stellvertretender Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt, wird wie folgt zitiert: „Wir sehen mit großer Sorge, dass die Bayerischen Staatsforsten systematisch die dicken Buchen nach und nach umsägen“.

„Wir sind schockiert, dass der Forstbetrieb Ebrach gezielt die zwischen 60 und 80 Zentimeter dicken Buchen fällt, offenbar bevor sie die 80 Zentimeter-Schwelle erreichen, ab der der Forst sie eigentlich schützen müsste“, kritisiert ferner der Pressemitteilung zufolge Edo Günther, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt. Und weiter: „Wir fordern als BN, dass die Staatsregierung endlich auch im Landkreis Schweinfurt Staatswälder großflächig schützt, damit der Forstbetrieb Ebrach nicht weiter gezwungen ist, hier dicke Buchen abzuholzen.“

Wie stark sich diese Forstnutzung von einem Naturwald unterscheide, zeige sich schon darin, dass die hier gefällten dicken Buchen gerade einmal etwa die Hälfte ihrer Lebensspanne erreicht hätten und sozusagen aus der Mitte ihres Lebens gerissen worden seien.

Im Wirtschaftsforst werde ihnen verwehrt, dass sie ungestört alt werden dürfen. Der BN kritisiert, dass der Forst durch diese Fällungen verhindere, dass ein alter Wald mit dicken Bäumen entstehe. Eine Entwicklung zu einem Naturwald werde verhindert und um Jahre zurückgeworfen.

Anstatt die Wälder um Handthal zusammen mit dem „Hohen Buchenen Wald“ (die offizielle Bezeichnung lautet Ebracher Forst) als „Weltnaturerbe Buchenwälder“ zu schützen, fälle der Forstbetrieb Ebrach hier wuchskräftige Buchen.

„Im schutzlosen Stollberger Forst um Handthal liegt das Waldnaturerbe am Boden. Wir fordern deshalb in einem ersten Schritt einen sofortigen Einschlagsstopp“, so Edo Günther.

Der BN fordert weiterhin, dass der Stollberger Forst als Naturwald geschützt wird, um bedrohten Tier-, Pilz-, und Pflanzenarten eine dauerhafte Heimat zu geben. Zusammen mit dem „Hohen Buchenen Wald “ solle die Staatsregierung eine Weltnaturerbe-Bewerbung auf den Weg bringen, so die BN-Kreisgruppe.

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