Schweinfurt

Punkrocker Fading Memory gewinnen Voting in der First Act Night

In der First Act Night, die alljährlich im Schweinfurter Stattbahnhof steigt, nahmen fünf junge, frische Bands aus der Region die Chance wahr, vor Publikum aufzutreten. Zugleich stellten sie sich auch dem Voting einer Jury und der Zuschauer. Moderator war mit Florian Streibich ein alter Bekannter.
Die Sieger des Abends: Fading Memory bei der Preisverleihung.
Die Sieger des Abends: Fading Memory bei der Preisverleihung. Foto: Bastian Reusch

In der First Act Night, die alljährlich im Schweinfurter Stattbahnhof steigt, nahmen fünf junge, frische Bands aus der Region die Chance wahr, vor Publikum aufzutreten. Zugleich stellten sie sich auch dem Voting einer Jury und der Zuschauer. Moderator war mit Florian Streibich ein alter Bekannter.

Vor Tagen flatterte die einzige Absage des Abends in das Stattbahnhöfer Büro. Twisted Rose aus Giebelstadt mussten aufgrund einer Erkrankung ihres Sängers passen, fanden auch trotz intensiver Bemühungen keinen Ersatz. So blieben fünf Bands, die in Sachen Stilrichtungen so einiges zu bieten hatten. Von "Stoner Metal" über Punk bis hin zu Indie war alles dabei. Gleich zu Beginn merkte Streibich freudig an, dass sich der große Saal gut gefüllt hatte, im letzten Jahr sei er doch enttäuscht gewesen über den wenigen Zuspruch, den die Veranstaltung erhalten hatte.

So eröffnete also die Band mit dem niedrigsten Durchschnittsalter die Show. Tree of Life aus Mainberg enterte als Trio die Stage, stellte allerdings sofort klar, dass sie gerne ein Quartett wären. Es fehle nämlich der Sänger, der der Musik Worte verleihen könne. Wer Interesse habe, solle sich einfach melden. Der erste Beitrag war also ein rein instrumenteller, die drei Mainberger meisterten ihre Opener-Rolle aber sehr gut, ernteten ebenso viel Applaus wie auch einige Rufe nach Zugabe.

Anschließend gab es was auf die Ohrmuscheln: Death by Rhino (Schweinfurt) ballerten mit starken Gitarren und wütendem Gegrowle von Frontmann Christian "Brembo" los. Dieser kündigte die härtere Gangart durch ein "jetzt gibt's auf die Fresse" schon an und die Band hielt, was sie versprach. Auch für die vier-Mann-Combo gab es viel Applaus und erste "ich will ein Kind von dir"-Rufe waren zu hören, die sich bis zum Ende des Abends immer wieder vernehmen ließen.

Mischung aus sanften Klängen und kraftvollem Gesang

Der Wechsel von Death by Rhino zur Indie-Band Avy (Bad Neustadt) spiegelte die komplette musikalische Bandbreite des Abends wider. Sängerin Amelie Göpper nahm das Publikum durch ihre Mischung aus sanften Klängen und kraftvollem Gesang mit, stets dezent, genau im richtigen Maß unterstützt von Gitarrist Fabio Schmitt. Avy lud das Publikum zum Träumen ein und wurde mit lauten Zugaberufen belohnt. Allerdings ist die bei der First Act Night nicht gestattet, jede Band erhält ungefähr 25 Minuten Spielzeit, wie Streibich klarstellte.

Lampion Joe (Schweinfurt) war schon vor dem Gig am vergangenen Samstag bekannt im Stattbahnhof, sie hatten schon am Blow Out Festival gespielt. Nicht so sicher ist hingegen, welche Musikrichtung die Band um Sänger Dr. Thomäs eigentlich spielt. Letztlich schrieb man dann halt Rock in die Bandbeschreibung. Allerdings unterhaltsam ist es allemal, was die vier Jungs auf die Bühne bringen. Vor allem der schon am Blow out präsentierte Song "Ein Schnelles geht noch", brachte die Gäste zum Singen und hat das Potential zum zeitlosen Klassiker.

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First Act Night

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Die Ehre des Abschlusses wurde der Punk-Band Fading Memory (Weipoltshausen) zuteil. Schon von Beginn an war die Orientierung an Green Day nicht zu übersehen, tat der Begeisterung des Publikums aber keinen Abbruch. Sie waren sogar die einzige Combo, die am Ende eine Zugabe spielen durfte und das war natürlich "American Idiot" von Green Day.

Hernach ging es ans Auszählen der Stimmen. Jeder Zuschauer konnte die Plätze eins bis drei vergeben, ebenso eine speziell zusammengestellte Jury. Das Ergebnis aus beidem zählte jeweils die Hälfte zum Gesamtranking. Auf dem dritten Platz landeten Lampion Joe. Zweiter wurde Avy. Sieger  waren die Punkrocker von Fading Memory.

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