Grafenrheinfeld

Räte planen Unterschriftenlisten gegen Sand- und Kiesabbau

Immer wieder müssen sich die Räte mit dem geplanten Sand- und Kiesabbau beschäftigen. Das Thema brennt allen auf den Nägeln. In der jüngsten Sitzung verlas der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Riegler die Stellungnahme des von der Kommune beauftragten Rechtsanwalts, die an die Regierung geschickt werden soll.

In dieser wurden vor allem die im Gemeinderat bereits erarbeiteten Argumente aufgelistet: die existenzielle Bedrohung für die Landwirtschaft, die fehlenden Möglichkeiten für Gewerbetreibende, sich zu erweitern, die Gefahr für das Grundwasser und einiges mehr drohe, wenn der Sand- und Kiesabbau komme. Gemeinderat Christian Keller fiel auf, dass die Flächenangaben teilweise falsch gewesen seien und auch, dass das Vorkommen des Feldhamsters in der Region vergessen worden sei.

Monika Rüttiger bemängelte, dass sich der Rechtsanwalt keine Zeit nehme, im Gemeinderat seine Vorgehensweise vorzustellen. Ludwig Weth warnte vor einem Widerspruch im Schreiben: Dass als Gegenargument für den Kiesabbau einerseits die Ausweitung des Gewerbegebiets und eine mögliche Umgehungsstraße angeführt würden und andererseits der Naturschutz, hielt er für fragwürdig. "Die halten uns für bescheuert", meinte er und gab zu Bedenken, ob nicht weniger Argumente vielleicht mehr wären.

Walter Kaspar erinnerte daran, dass der Rat bereits eine Sondersitzung zu diesem Thema beschlossen hatte. Die solle nun, und zwar mit Rechtsanwalt, dringend einberufen werden. Das unterstützte auch Walter Weinig, der zudem vorschlug, mit einer Zusammenfassung der 120 Seiten umfassenden Argumentation des Rechtsanwalts von Haus zu Haus zu gehen und Unterschriften gegen den Sand- und Kiesabbau zu sammeln. Schließlich sei bereits beim Infoabend des Gemeinderats für die Bevölkerung zu diesem Thema der Gedanke einer Bürgerinitiative aufgekommen. Den dürfe man nicht außer Acht lassen, so Weinig. Eine "gute Idee", fand Kaspar.

Zunächst aber wird sich die Verwaltung um einen Termin für die angedachte Sondersitzung kümmern.

Walter Wegner erinnerte daran, dass die Einspruchsfrist für die Bürger nur noch bis zum 30. Juni bestehe, bis dahin könne man im Rathaus seine Einsprüche geltend machen.

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