Forst

Rasenfriedhof als Teil des Konzeptes

Mittelpunkt des alten Friedhofs in Forst ist das steinerne Kreuz. Foto: Hans-Peter Hepp

Die Idee, einen Teil des Forster Gottesackers in einen Rasenfriedhof zu verwandeln, fand beim Bürgerdialog im Pfarrheim viele Anhänger. Bürgermeister Stefan Rottmann und Planerin Miriam Glanz stellten im beinahe voll besetzten Pfarrsaal die Möglichkeiten eines neuen Friedhofkonzeptes vor.

Miriam Glanz zeigte in ihrem kurzen Referat, wie der Friedhof zur Zeit aussieht. Er liegt, wie das gesamte Dorf, stark im Hang und teilt sich in einen alten und in einen neuen Teil auf. Alle Abschnitte zeigte Glanz in ihrer Skizze.

Sie verwies auf die besonderen Problemstellungen, die man hier antrifft. Dazu zählen das Mauerwerk in und um den Friedhof, die schwierige Begehbarkeit durch die unterschiedlichen Treppen und die Bepflanzung. Ob Bäume ersetzt oder gefällt werden müssen, ließ sie offen, sie beschrieb die vorhandene Flora aber als  schwierig für Gräber. Außerdem, so Glanz, spüle Regenwasser den Hauptweg aus. Auch für den Bestatter sei die Arbeit in Forst nicht einfach: Einige Wege seien eng, die Zufahrt zu einigen Grabstellen sei nur mit mehreren Rangiermanövern überhaupt möglich.

Die Forster Bürger stimmten in vielen Dingen zu. Auch sie wünschten sich eine bessere Befestigung des Hauptweges und votierten für Zugänge und Wege, die man mit Rollator und Rollstuhl ohne fremde Hilfe meistern könne. Die Früchte und das Wurzelwerk der Pflanzen erschwerten die Grabpflege, berichteten betroffene Bürger . Auch über die Büsche zwischen den Grabreihen beschwerten sich die Forster.

Wege größer, Grabflächen kleiner

Viel Zustimmung gab es deshalb für Ideen, die Wege zu vergrößern, die zu pflegende Grabfläche zu verkleinern und dort, wo es denkbar ist, die letzten Ruhestätten der Forster in einen Rasenfriedhof umzuwandeln. Der Weg zur Kapelle soll erhalten bleiben, wünschten sich die Zuhörer.

Darüber hinaus sprachen sich die Planerin und die Hinterbliebenen gegen eine Urnenwand aus. Miriam Glanz lobte Lösungen in anderen Friedhöfen und versprach, beim nächsten Treffen Bildmaterial mit zu bringen. Auch von den Gästen wurden die Gottesäcker in anderen Gemeinden als positive Beispiele genannt. Schwierig werde es, wenn man Baumbestattungen auch in Forst ermöglichen wolle, merkte Glanz an.

Jetzt wartet man das Gutachten über die Mauern (soll im September vorliegen) ab und wird diese Ergebnisse in die nächsten Planungen einbeziehen.

Die besondere Hanglage in Forst, so Bürgermeister Stefan Rottmann, zeige, dass man für jeden einzelnen der neun Friedhöfe in der Gemeinde ein eigenes Konzept benötige. In punkto Lage, Bepflanzung und Satzung bestünden große Unterschiede. Rottmann möchte die Satzungen der Gottesäcker angleichen. Das Konzept für den Bergfriedhof in Schonungen habe der Gemeinderat bereits besprochen, die nächste konkrete Planung stehe in Reichmannshausen an, meinte der Rathauschef, der mit kompetenter Unterstützung aus der Verwaltung gekommen war.

Die exakte Umsetzung von Ideen und Planungen werde man natürlich in Einzelgesprächen mit den Grabinhabern absprechen, meinten Glanz und Rottmann. Notwendige schnelle Maßnahmen für den Forster Friedhof sollen so angegangen werden, dass sie zum Gesamtkonzept passen.

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