WAIGOLSHAUSEN

Rat folgt Bürgerwunsch: Hergolshausen bekommt SBR-Kläranlage

Der Gemeinderat folgt dem Votum der Bürger: Hergolshausen bekommt eine SBR-Kläranlage. Das beschloss das Gremium in der jüngsten Sitzung.

Gegen den vom Gemeinderat favorisierten und bereits 2014 beschlossenen Anschluss des Ortsteils Hergolshausen an die Kläranlage in Waigolshausen hatte sich im September nach langer Auseinandersetzung die Mehrheit der Bevölkerung in einem Bürgerentscheid ausgesprochen. Zu entscheiden war danach noch, wie die Abwasserklärung vor Ort in Hergolshausen künftig erfolgen soll.

Anfang Dezember hatten sich die Hergolshäuser bei einer gut besuchten gemeindlichen Informationsveranstaltung einstimmig für eine Ertüchtigung ihrer maroden Teichkläranlage ausgesprochen und gewünscht, dass diese zu einer SBR-Kläranlage (Sequentielle biologische Reinigung) ausgebaut wird. Als Alternative dazu hatte der Neubau einer Tropfkörper-Kläranlage im Raum gestanden.

Für den Gemeinderat war das Votum der Informationsveranstaltung zwar nicht bindend, doch das Gremium folgte jetzt ohne weitere Diskussion einstimmig dem Bürgerwunsch. Mit der Planung und Ausschreibung (Leistungsphasen drei bis acht) wurde das Büro Akut Umweltschutz, Ingenieure Burkard und Partner aus Berlin, beauftragt, das in der Vergangenheit bereits Vorplanungen zur SBR-Anlage erstellt hatte. Laut Bürgermeister Peter Pfister soll im ersten Quartal 2018 die Entwurfsplanung beginnen.

Zuschuss für Sportverein

Beim Ausbau der Brunnenstraße war auch dem TSV Waigolshausen als Sportheim-Anlieger ein Vorauszahlungsbescheid über 3441 Euro zugestellt worden. Für die sportlich genutzten Flächen bei Grundstück und Sportheim beantragte der TSV nun bei der Gemeinde einen Zuschuss zu diesem Straßenausbaubeitrag. Den gewährte der Rat in Höhe von 1479 Euro entsprechend der bisherigen Zuschuss-Praxis bei Kanalbeiträgen, ausdrücklich aber ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Der Beschluss schließt bereits eine Bezuschussung der noch anstehenden Schlussabrechnung ein.

Bürgermeister Pfister informierte, dass die Gemeinde einen Zuwendungsbescheid für eine Ladestation für Elektrofahrzeuge bekommen hat. Die Anlage kostet 17 856 Euro, dank Zuschuss muss die Gemeinde nur 10 000 Euro beisteuern. Wie und wo die Ladestation aufgestellt wird, muss der Gemeinderat noch entscheiden.

Bei einem geplanten Einfamilienhaus-Neubau im Baugebiet „Hinter dem Dorf“ in Hergolshausen sprach sich der Rat für eine Befreiung bei der Kniestock-Höhe aus. Statt 30 Zentimeter werden die vom Bauherrn beantragten 1,75 Meter erlaubt. Die Verwaltung hatte eine Befreiung von dieser Vorgabe bei dem Uralt-Bebauungsplan als sinnvoll eingestuft, um im Dachgeschoss mehr Wohnraum zu ermöglichen.

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